IHK-Außenwirtschaftsausschuss bei Heinrich Wagner Sinto

(PresseBox) (Siegen, ) Zur diesjährigen Herbstsitzung trafen sich die Mitglieder des Außenwirtschaftsausschusses der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) unter Vorsitz von Rainer Dango (Geschäftsführer der Dango & Dienenthal Maschinenbau GmbH, Siegen) in Bad Laasphe. Gastgeberin war die Firma Heinrich Wagner Sinto Maschinenfabrik GmbH, das einzige zu 100 Prozent japanische Unternehmen im Bezirk der IHK Siegen. Es gehört zum japanischen Sintokogio Konzern, der mit einem Umsatz von circa einer Milliarde Dollar und circa 3500 Mitarbeitern an der Börse notiert ist. Trotzdem ist es ein zu 100 Prozent deutsches Unternehmen, wenn es um die Produktion und die Betriebsführung geht. Das bekräftigte Yoshimasa Nakao, der für das Europa-Geschäft zuständige Repräsentant der Unternehmensgruppe. Eine Feststellung, die Heinrich Wagner Sinto-Geschäftsführer Andreas Kirchner bestätigte: "Die japanischen Eigentümer mischen sich in unser operatives Geschäft nicht ein". Das scheint auch nicht nötig. Denn der Betrieb ist über alle Maßen erfolgreich. Selbst in der Finanzkrise herrschte Vollbeschäftigung. Kurzarbeit gab es nicht. "Wir hatten 2009 das umsatzstärkste Jahr unserer Unternehmensgeschichte", berichtete Kirchner. Mehr als voll ausgelastet ist der Betrieb seit 2005. Das von Heinrich Wagner 1937 gegründete Unternehmen stellt heute Maschinen und Anlagen für Gießereien her. Es hat in Bad Laasphe zwei Standorte (Bahnhofstraße und Amalienhütte) und beschäftigt derzeit 342 Mitarbeiter. Am Umsatz der Unternehmensgruppe Sintokogio hat Heinrich Wagner Sinto heute einen bemerkenswert hohen Anteil von circa 15 Prozent und ist die einzige Niederlassung von Sintokogio in Europa. Soeben hat das Unternehmen an der Bahnhofstraße Millionen in neue Montagehallen und Verwaltungsgebäude investiert.

Was sind Gießereimaschinen? Wo werden sie gebraucht? Heinrich Wagner Sinto-Geschäftsführer Andreas Kirchner und sein Geschäftsführer-Kollege Klaus Wilbert gaben ihren Gästen im Rahmen einer Betriebsbesichtigung bereitwillig Auskunft. Das Unternehmen hat zwei Produktlinien. Eine davon sind Gießereiformmaschinen, mit denen in einem automatischen Verfahren Gussformen aus Sand hergestellt werden. Diese können "schon mal die Größe eines Fußballfeldes haben", so Kirchner. "Jede Anlage ist anders, eine Serienfertigung gibt es bei den Gießereiformmaschinen nicht. Wegen ihrer Ausmaße müssen die Maschinen oftmals den speziellen räumlichen Verhältnissen des Kunden angepasst werden. Um eine große Anlage auszuliefern, müssen 100 LKW rollen", berichtete Kirchner.

In der zweiten Produktlinie werden Gießautomaten hergestellt. Sie befüllen vollautomatisch Gussformen mit flüssigem Metall und können bis zu drei Tonnen Chargen verarbeiten. Aufgrund stark gestiegener Nachfrage ist in Bad Laasphe eine Kleinserienfertigung mit Standardgrößen entstanden.

Eingesetzt werden die Gießereianlagen von Heinrich Wagner Sinto überall dort, wo Gussteile auf der Basis von Gießereisand hergestellt werden. Das ist insbesondere die Automobilindustrie, die darauf etwa Zylinderblöcke, Achsträger, Bremsscheiben und Bremstrommeln herstellt. Weitere wichtige Anwendungsbereiche sind auch der Elektromotorenbau und der allgemeine Maschinenbau.

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