Energieeffizienz im Handel

(PresseBox) (Siegen, ) Steigende Energiepreise stellen heimische Handelsunternehmen zunehmend vor neue Herausforderungen. Mit welchen Möglichkeiten der Handel hier gegensteuern kann, zeigte in Siegen eine Veranstaltung der drei südwestfälischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) Siegen, Hagen und Arnsberg. Die Veranstaltung fand im Rahmen des DIHK-Projekts "Partnerschaft für Klimaschutz, Energieeffizienz und Innovation" statt.

Wie sich erfolgreiche Energieeffizienzprojekte im Einzelhandel initiieren und umsetzen lassen, machte Jörg Probst von der Firma Gertec klar. Er wies in seinem Vortrag beispielhaft darauf hin, dass der Handel einem gewaltigen Kühlungsbedarf nachkommen muss und das sowohl im Bereich von Kühltruhen als auch im Raumklimabereich. Gerade bei letzterem macht ein eingeschalteter Türluftschleier auch im Sommer Sinn, um das Eindringen der warmen Luft zu verhindern. Wichtig, so Probst, sei es, dass den Filialleitern kontinuierlich die Energieverbrauchsdaten zur Verfügung gestellt werden, denn nur dann könnten Maßnahmen ergriffen und Vorgaben eingehalten werden.

Ein wichtiges Glied in der Kette zum nachhaltigen energieeffizienten Handeln ist auch hier der Mensch. "Das A und O ist die Sensibilisierung beziehungsweise Schulung der Mitarbeiter, sonst funktioniert das Ganze nicht", so Klaus Willmers vom Einzelhandelsverband Südwestfalen, der über die Nachhaltigkeit im Einzelhandel referierte. Ein Vorzeigebeispiel hatte Werner Kalter von der Tengelmann Energie GmbH "im Gepäck", nämlich den ersten Tengelmann Klimamarkt. In nur acht Wochen wurde, so Kalter, ein Supermark umgebaut. Dazu wurde eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und an der Fassade installiert, ein neues Lichtkonzept umgesetzt, die Wärmeversorgung mittels Geothermie realisiert, die Abwärme der Kühlanlagen genutzt, Kältemittel durch CO2 ersetzt, LED-Beleuchtung in Kühl- und Tiefkühlmöbel integriert und der gesamte Markt mit unzähligen Messfühlern für das Energiemonitoring ausgestattet. Resumee: 45 bis 47 Prozent an Energie konnten eingespart werden.

Annette Vossik von der BFE Institut für Energie und Umwelt GmbH machte in ihrem Vortrag darauf aufmerksam, dass es oftmals an der technischen Optimierung von Anlagen hapert, denn in vielen Unternehmen würden schon gute Anlagen eingesetzt, diese jedoch meist nicht richtig. Zum Schluss stellte Robert Falk von der LSE System GmbH das von ihm entwickelte R-Gate-System vor. Es dient dazu, im Türbereich das Eindringen von äußerer Luft und den Austritt entsprechend temperierter Innenluft zu verhindern.

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