Das Herz der deutschen Autoproduktion schlägt in Südwestfalen

Siegen/Hage

(PresseBox) (Siegen/Hagen, ) Die Ergebnisse ihrer Untersuchung „Die Automotive-Industrie in Südwestfalen“ präsentierten die Industrie- und Handelskammern (IHKs) Siegen, Hagen und Arnsberg in der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen. Vor Unternehmern und Führungskräften stellten die IHKs insbesondere wichtige regionale Entwicklungsperspektiven und Handlungsoptionen vor. Dabei ging es unter anderem um die neue Rollenverteilung von Zulieferern und Autoherstellern, aber auch um den Nutzen von Netzwerken und die ins Leben gerufene Initiative „Automotive Südwestfalen“.

Mit 43.000 Beschäftigten - davon 31.250 direkt im Automotive-Sektor - und mehr als 7,1 Milliarden Euro Umsatz sind 17,2 Prozent der Industrieproduktion und jeder sechste Industriearbeitsplatz in Südwestfalen von der Fahrzeugherstellung abhängig. An vorderster Stelle steht dabei das Auto mit einem Umsatzanteil von rund 86 Prozent. Und: Das Herz der deutschen Autoproduktion schlägt in Südwestfalen, wo 25 Prozent des NRW-weiten Umsatzes erzielt werden. Allerdings findet bei den Automobilzulieferern gegenwärtig ein großer Ausleseprozess statt. „Bis 2015 wird sich die Zahl der Zulieferer weltweit halbieren“, prognostizierte Dr. Bernd Hellingrath vom Fraunhofer Institut beim Auftakttreffen der Netzwerk-Initiative „Automotive Südwestfalen“. Gerade in dieser Situation müssten vor allem kleinere Unternehmen lernen, aufeinander zuzugehen, empfahl Mathias Popp, Vorstandssprecher des Aachener Netzwerks Car e.V., den rund 150 Veranstaltungsteilnehmern.

„Wir müssen uns selber helfen, miteinander reden und unsere Probleme durch engere Kooperationen lösen.“

Doch nicht nur bei kleineren Unternehmen fällt die Initiative der drei südwestfälischen IHKs auf fruchtbaren Boden. Für Dr. Jochen Kirchhoff (geschäftsführender Gesellschafter des System-Zulieferers Kirchhoff-Automotive aus Iserlohn) sind gerade in Zeiten der Globalisierung flexible und leistungsfähige kleine Zulieferer wichtiger denn je. „Gemeinsam können wir unsere Produktivität verbessern und damit im Wettbewerb bestehen“, appellierte Kirchhoff an alle Unternehmen der Branche, sich in das Netzwerk einzubringen. Ansatzpunkte für gemeinsame Aktivitäten ergeben sich unter anderem in der Beschaffung, einer verbesserten Auslastung vorhandener Fertigungskapazitäten oder der gemeinsamen Produkt-Entwicklung. Grundvoraussetzung für intensive Kooperationen sind gute persönliche Kontakte sowie ein Vertrauensverhältnis. Und genau dieses will das künftige Netzwerk nach Aussage von Franz J. Mockenhaupt, Hauptgeschäftsführer der IHK Siegen, fördern. In einem ersten Schritt soll der passende Rahmen für Zulieferertreffen geschaffen werden. Interessierte können sich ab sofort unter www.automotive-sw.de informieren. Die neue Automotive-Plattform der drei IHKs steht jedem Interessenten offen.

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