Trotz Krise: Schwaben setzt auf Ausbildung

(PresseBox) (Augsburg, ) Trend: Fachkräftesicherung hat Priorität

Die in diesem Jahr aufgrund der besonderen wirtschaftlichen Situation schon auf den Feb-ruar vorgezogene bundesweite Online-Umfrage der IHK-Organisation lässt trotz vieler bekannter Unsicherheiten wichtige Trends für den Ausbildungsmarkt erkennen. Für die weit überwiegende Anzahl der Unternehmen steht die Sicherung des erforderlichen Fachkräftenachwuchses vor kurzfristigen Geschäftsaussichten. Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistung haben aus den vergangenen Jahren offensichtlich Lehren gezogen. Galten Aus- und Weiterbildung bisher bei problematischen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durchaus als erste Streichkandidaten, so zeigt die Umfrage, dass die Unternehmen heute sensibler mit der Sicherung ihres Nachwuchses umgehen. "Aus-bildung ist für viele Betriebe eine besondere Herausforderung in der Krise" schließt Dr. Kopton, Präsident der IHK Schwaben, somit auch aus dem umfangreichen Zahlenwerk. Wenn Vertreter großer Unternehmen in Schwaben klar sagen, die Ausbildung bleibe unangetastet, zeigt dass, das wichtige Player auf dem Markt die schwierige Situation auch nutzen wollen. Personalverantwortliche bereiten sich und ihre Unternehmen auf kommende Entwicklungen vor und schaffen mit Ausbildung beste Voraussetzungen für bessere Zeiten.

Prognose: Mehr Aus- und Weiterbildung

Für die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen in 2009 führen die Entwicklungen von grundsätz-lichem Fachkräftebedarf, konjunkturbedingten Rahmenbedingungen und demografischen Veränderungen nach jetzigen Erkenntnissen zu einer vergleichbaren Situation wie im letzten Jahr. Die Umfrage ergibt, dass mehr als zwei Drittel aller Unternehmen ihr Ausbildungskontingent unverändert lassen oder sogar ihr Engagement in Ausbildung erhöhen wollen. Ca. 25 % der Unternehmen in Schwaben müssen Ausbildungskapazitäten zwar verringern. Während die Ankündigung von Ausbildungsreduzierung überwiegend von kleinen Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern kommt, dominieren aber bei den Meldungen hinsichtlich Ausweitung der Ausbildung Unternehmen mit großen Mitarbeiterzahlen. Tatsächliche Ausbildungszahlen für das Jahr 2009 lassen sich daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht ermitteln, wobei die Langfristprognose, dass die Unternehmen durch mehr Aus- und Weiterbildung (88,7 %) ihren Fachkräftebedarf sichern wollen, durchaus hoffnungsvoll stimmt.

"Hochqualifizierte" Fachkräfte verschaffen der deutschen Wirtschaft einen leichteren Start nach schweren Zeiten" - so die Industrie- und Handelskammer Schwaben - "das wissen unsere Unternehmen und hierauf setzen sie". Die schwierige wirtschaftliche Situation ist gemäß Umfrageerkenntnissen auch jetzt nicht die größte Herausforderung für die duale Ausbildung.

Appell: Ausbildungsfähigkeit verbessern

Hindernis Nr. 1 bei der Besetzung von freien Ausbildungsplätzen ist mit mehr als 65 % wei-terhin mangelnde Ausbildungsfähigkeit. Sicherlich werden Betriebe in Industrie und Handel mit einem verstärkten Angebot an Einstiegsqualifizierungen, zweijährigen und firmenspezifischen Ausbildungsgängen noch flexibler auf unterschiedliche Voraussetzungen bei Schulabgängern und Schulabgängerinnen reagieren, aber eine Kompensation mangelnder Ausbildungsfähigkeit kann letztlich nicht in der Absenkung beruflichen Niveaus liegen. Deutschlands Ressource ist nun mal das Know how unserer Fachkräfte und "Made in Schwaben" muss weiterhin Gütesiegel für Qualität bleiben. Wirtschaft und Gesellschaft müssen alles unternehmen, die Ausbildungsfähigkeit unserer Jugend zu verbessern.

IHK zur Kooperationsschule

In diesem Zusammenhang sieht die IHK Schwaben auch in dem jetzt vielfach diskutierten Modell der Kooperationsschule durchaus einen wichtigen, möglichen Schritt in die richtige Richtung. Vorausgesetzt: die angekündigten Modelle dienen der individuellen Steigerung von Ausbildungsfähigkeit. Bei allen nachvollziehbaren schulischen und systemischen Ansätzen und auch Konkurrenzen muss erreicht werden, dass am Ende ein echter Mehrwert für beteiligte Schülerinnen und Schüler herauskommt. Wir brauchen keinen pädagogischen und ideologischen Streit, sondern den Kampf um jede junge Frau und jeden jungen Mann für eine berufliche Ausbildung.

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