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Sommer sorgt in Tourismusbranche nicht nur für gute Laune
Nachhaltigkeit immer wichtiger für Beherbergungsgewerbe
Steigende Energiepreise sind laut Umfrage für das Gastgewerbe sowie für Reisebüros und -veranstalter das Geschäftsrisiko Nummer eins. Aber auch die meisten Busunternehmer rechnen mit höheren Energie- und Rohstoffkosten. Deshalb stehen für viele Betriebe in diesem Jahr Investitionen in energieeffiziente Beleuchtungs- und Heizungsanlagen, Gebäudedämmung sowie Kühlsysteme auf dem Plan.
"Unsere Region wird als touristischer und geschäftlicher Anziehungspunkt immer attraktiver", sagt Dr. Herbert Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart. "Einen großen Anteil an dieser Entwicklung haben die hiesigen Tourismusunternehmen und Beherbergungsbetriebe, die mit umfassendem Service und hohen Qualitätsstandards immer mehr Besucher aus Deutschland, Europa und aller Welt anlocken." Damit das so bleibt, sei es umso wichtiger, dass sich die Betriebe auf veränderte Rahmenbedingungen frühzeitig einstellten.
Unterstützung bekommen die Unternehmen bei ihrer Industrie- und Handelskammer (IHK). Die IHKs in Baden-Württemberg haben zum Beispiel erstmals einen Tourismus-Trendreport aufgelegt, der sich den zentralen Fragen von Nachhaltigkeit im Tourismus sowie den Chancen und Herausforderungen für Unternehmen der Tourismuswirtschaft widmet. Auch der nächste Tourismustag, den die IHK Region Stuttgart in Kooperation mit dem Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden-Württemberg e. V., dem Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer e. V. (WBO) und der Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH am 8. Oktober 2012 in der Landeshauptstadt durchführt, beschäftigt sich mit Nachhaltigkeit in der Reiseverkehrsbranche und zeigt Wege und Möglichkeiten auf, wie sich die Betriebe auf die kommenden Herausforderungen einstellen können.
Laut Statistischem Landesamt Baden-Württemberg verbuchte das Beherbergungsgewerbe in der Region Stuttgart von Januar bis Mai dieses Jahres fast drei Millionen Übernachtungen, darunter fast ein Viertel von Auslandsgästen. Das waren über zehn Prozent mehr als im Vergleichzeitraum 2011. Die meisten ausländischen Besucher Baden-Württembergs kommen aus Europa - vor allem aus der Schweiz, aus Frankreich und den Niederlanden - sowie aus Asien (vor allem China und Indien) und Amerika (vor allem USA).
"Ein Grund für die Zunahme der Übernachtungszahlen ist die anhaltend gute Konjunktur", erklärt Dr. Müller. Dank ihrer hohen Wettbewerbsfähigkeit und der weltweiten Präsenz liefen die Geschäfte der Betriebe in der Region Stuttgart noch immer auf hohem Niveau. Dienstreisende aber auch Messe- und Kongress-Besucher sorgten für eine rege Nachfrage nach Hotelzimmern und anderen Unterkünften in der Region. Die Bettenauslastung der regionalen Hotels lag im zurückliegenden Halbjahr bei rund 40 Prozent - der Höchstwert im Vergleich mit Schwarzwald, Bodensee-Oberschwaben, dem nördlichem Baden-Württemberg und der Schwäbischen Alb.
"Das Schicksal der Tourismuskonjunktur hängt 2012 aber auch ein gutes Stück vom Euroraum ab", erklärt Dr. Müller. Die Staatsschuldenkrise dürfte sich in den kommenden Monaten nicht lösen lassen. Viel mehr sei zu befürchten, dass sich infolge anhaltender Wirtschaftsschwäche einiger Euro-Länder der touristische und geschäftliche Reiseverkehr Richtung Baden-Württemberg abschwächt. Die Tourismuswirtschaft, die von vielen kleinen und mittelständischen Betrieben geprägt ist, dürfe daher nicht durch noch mehr Abgaben und Steuern, wie etwa der geplanten Vermögensteuer, belastet werden", warnt der IHK-Präsident.
Vom 5. bis 25. September 2012 findet die Wahl zur Vollversammlung und zu den fünf Bezirksversammlungen der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart statt. Die Vollversammlung ist das Parlament der Wirtschaft, die Bezirksversammlungen sind deren örtliche Untergliederung. Wahlberechtigt sind alle Mitgliedsunternehmen der IHK Region Stuttgart, die in den Wählerlisten enthalten sind.
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