Schienenpersonennahverkehr: Vorschläge der IHK Potsdam teilweise umgesetzt

Neue Studie "Bahnlinien in Westbrandenburg" fördert große Entwicklungspotenziale zu Tage / Bauphase als Chance für weitere Tests

(PresseBox) (Potsdam, ) Der für die Wirtschaft sehr bedeutsame Wissenschaftsstandort Potsdam-Golm rückt in den Mittelpunkt des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV). Dies war eine der Forderungen der im Dezember 2010 vorgelegten IHK-Studie "Drehscheibe Golm". Pünktlich mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 gibt es damit neben der bestehenden Anbindung des Universitätsstandortes Griebnitzsee nun auch direkte Verbindungen nach Berlin-Spandau und Werder (Havel). Der Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam, René Kohl, regt an: "Die Zeit der jetzt begonnenen einjährigen Sperrung der Wannseebahn sollte unbedingt genutzt werden, um Erfahrungen mit den neuen Streckenführungen zu sammeln. Ziel muss dabei sein, nach Beendigung der Bauarbeiten die Landeshauptstadt zusätzlich über Spandau noch besser an Berlin anzubinden."

Eine aktuelle gemeinsame Studie "Bahnlinien in Westbrandenburg" der IHK Potsdam und des Wissenschaftsparks Golm zeigt die Defizite bei der langfristigen SPNV-Planung und neue positive Ansätze für die Zukunft auf. Als besonders kritisch hat sich heraus gestellt:

1. Nach Abschluss der Bauarbeiten an der Wannseebahn drohen die Regionen im Süden und Westen Potsdams durch den neuen Verlauf der Flughafen-Regionalbahn RB 22 weitgehend abgehängt zu werden.
2. Die Einstellung des Umsteigeknotens Michendorf führt zu einer weiteren Verschlechterung der Situation. Fazit der Studie: Das seit Jahren bewährte Flügelzug-Prinzip muss die Grundlage der SPNV-Zukunftsplanung im Land Brandenburg werden. Mit Flügelzügen lässt sich die extrem unterschiedliche Beförderungsnachfrage zwischen der Metropole Berlin, der Landeshauptstadt Potsdam und seines ländlichen Umlandes attraktiv und wirtschaftlich bedienen.
3. Auf der ohnehin stark belasteten Strecke Potsdam-Berlin ist zur Erhöhung der Kapazität eine Taktverdichtung vorgesehen, die mit einem großen finanziellen Aufwand und einer erhöhten Störanfälligkeit zu teuer erkauft wird. Zentraler Lösungsansatz dafür: Einsatz eines Interregio-XXL-Express (IRE1), der in einer attraktiven Fahrzeit und mit der Maximal-Kapazität von acht Doppelstockwagen die Fahrgäste auf der wichtigsten brandenburgischen Eisenbahnverbindung zwischen Magdeburg und Frankfurt(Oder)/ Eisenhüttenstadt über Potsdam und Berlin optimal befördern kann.

Die Studie steht zur Ansicht unter www.potsdam.ihk24.de

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