IHK-Stammtisch Einzelhandel: Potsdamer Händler wollen attraktive Innenstadt und Einkaufserlebnis im Einklang

(PresseBox) (Potsdam, ) "Werbewettrüsten" und ein übermäßiger Schilderwald beeinträchtigen die Attraktivität der Potsdamer Innenstadt. Dennoch sollen Möglichkeiten gefunden werden, ebenfalls geeignete Hinweise auf Einzelhandelsstandorte in Seitenstraßen und Innenhöfen zu schaffen. Das ist das Ergebnis des ersten von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam am 14. Oktober 2010 initiierten Händlerstammtischs zur Diskussion über die Innenstadt-Werbesatzung. "Potsdams Innenstadthändler sehen sich als wichtigen Bestandteil und Garant für ein attraktives Zentrum", so René Kohl, Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam. "Die Einzelhändler", so Kohl, "haben bekräftigt: Die Innenstadt lebt vom Handel. Ohne attraktive Geschäfte gibt es keine attraktive Innenstadt. Dies wiederum hat direkten Einfluss auf Kunden und Touristen." Die Vielfalt der Einkaufsmöglichkeiten und ein ausgewogener Branchenmix seien Voraussetzung für eine lebendige Innenstadt.

Die Seitenstraßen und Innenhöfe zur Brandenburger Straße hätten mit ihren oft kleinteiligen Geschäften für den Charme und die Einkaufsattraktivität maßgebliche Bedeutung, so dass die Belange dieser Händler stärker Berücksichtigung finden sollten, so die überwiegende Meinung der Teilnehmer.

Deshalb habe man für das weitere Vorgehen folgende Punkte verabredet:

- Die Potsdamer Einzelhändler wollen sich für die Innenstadt engagieren.
- Der Dialog mit der Stadtverordnetenversammlung und der Stadtverwaltung wird gesucht und soll stattfinden.
- Verträgliche Werbung soll zugelassen werden - dahingehende Vorschläge zur Novellierung der Werbungsatzung sollen erarbeitet werden.
- Unter Einbeziehung des Geschäftsstraßenmanagers soll der Einsatz von Sammelwerbeaufsteller modifiziert werden.
- Lösungen für eine bessere Wahrnehmung der Innenhöfe und des Holländischen Viertels sollen gesucht und vorgeschlagen werden.
- Die Einzelhändler wollen sich wieder beim Stammtisch treffen und die Beteiligung erhöhen.

Es wurde zudem die Sorge geäußert, dass durch steigende Gewerbemieten die Vielfalt der Geschäfte in der Innenstadt gefährdet wird und weiterer Leerstand drohe. Einige Händler beklagten auch, dass die Beseitigung der Werbeaufsteller mit spürbaren Umsatzeinbußen einhergeht und die Geschäftsstandorte von Kunden in den Seitenstraßen und Innenhöfen schlechter gefunden würden. Auch wurde der Wunsch geäußert, die Stadtverwaltung für die Zeit des Weihnachtsgeschäfts zu einer händlerfreundlichen Übergangslösung zu bewegen, bis die Werbesatzung novelliert sei. Schließlich seien die bestehenden Sammelwerbeanlagen aus der Sicht der Händler verbesserungswürdig und Alternativen wünschenswert. In dieser Atmosphäre wurde vereinbart, sich spätestens in drei Monaten zum nächsten IHK-Stammtisch zu treffen.

Industrie- und Handelskammer Potsdam (IHK)

Die IHK Potsdam war im Juli dieses Jahres einer der Befürworter, dass die Stadtverwaltung die gültige Werbesatzung umsetzt, um die wachsende Anzahl illegaler und den Fußgänger- und Lieferverkehr störender Werbeaufsteller zu beseitigen. Der Einladung zum Stammtisch folgten neben etlichen Händlern auch Vertreter der AG Innenstadt. Ausgangspunkt der Veranstaltung waren Vorträge über den Zustand der Brandenburger Straße im Sommer 2010 (Jan Kickinger, Geschäftsstraßenmanager, Stadtkontor GmbH) und über die Akzeptanz und attraktive Gestaltung von Geschäftsstraßen (Matthias Franz, Projektleiter, Planersocietät GmbH).

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