Die Wirtschaft braucht Schleuse Kleinmachnow

IHKs Potsdam und Ostbrandenburg fordern einen zügigen Ausbau / Leistungsfähiges Wasserstraßennetz ist wichtig für die Region

(PresseBox) (Potsdam, ) Der geplante Ausbau der Schleuse Kleinmachnow darf nicht weiter verzögert werden. Das fordern die Industrie- und Handelskammern (IHKs) Potsdam und Ostbrandenburg.

"Industrie- und Gewerbestandorte und damit Tausende Arbeitsplätze in Brandenburg sind angewiesen auf einen leistungsfähigen Anschluss an das transeuropäische Wasserstraßennetz", betonen die IHK-Hauptgeschäftsführer René Kohl (Potsdam) und Gundolf Schülke (Ostbrandenburg).

Hintergrund des Aufrufs sind erneute politische Diskussionen über den Umfang des Ausbaus in Kleinmachnow, der in den letzten Jahren bereits mehrfach verschoben wurde. "Die Wirtschaft braucht die Schleuse in der beabsichtigten Größe - lieber heute als morgen."

Dem Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 17 zufolge soll der Teltowkanal für den Verkehr von Großmotorgüterschiffen und Schubverbänden ausgebaut werden. Das bedeutet eine Verlängerung der Nordschleuse auf 190 Meter.

Gundolf Schülke: "Kleinmachnow ist ein Nadelöhr für die Schiffsverkehre von und nach Ostbrandenburg und Polen. Mit dem zügigen Schleusenausbau wird auch die Region Ostbrandenburg zukunftsfähig an das Netz der europäischen Wasserstraßen angebunden. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um wachsendes Transportaufkommen zu bewältigen und auf umweltfreundliche Verkehrswege zu verlagern."

René Kohl: "Nach nahezu 20 Jahren sollte man das Verkehrsprojekt Projekt Nr. 17 endlich abschließen. Es ist nicht im Sinne der Wirtschaft, Milliarden an Steuergeldern für den Ausbau der Wasserstraße auszugeben und dann durch den Engpass an der Schleuse Kleinmachnow das Gesamtprojekt zu gefährden. Es ist außerdem schwer zu vermitteln, dass mit den derzeitigen Protesten die Verlagerung von Transporten auf die umweltfreundliche Wasserstraße verhindert werden könnte."

Die Region Berlin-Brandenburg hat eine hervorragende Chance, sich zu einer führenden Logistikdrehscheibe in Europa zu entwickeln. Die Logistikbranche gehört zu den Branchen mit den höchsten Wachstumsraten. Die IHKs Potsdam und Ostbrandenburg appellieren deshalb an die Brandenburger Abgeordneten in Land und Bund, sich für eine rasche und vollständige Fertigstellung der Wasserstraßenprojekte in der Region einzusetzen.

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