An Ostbrandenburg geht die Krise nicht vorbei

IHK-Umfrage: Besonders Kleinstunternehmen benötigen nun bestimmte Hilfen / Präsident Müller: "Wir bieten Unterstützung an"

(PresseBox) (Frankfurt, ) Jedes fünfte Unternehmen aus Ostbrandenburg wünscht sich aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise konkrete Unterstützung durch die IHK. Besonders Kleinstunternehmen mit bis zu drei Mitarbeitern benötigen nun bestimmte Hilfen. Das geht aus einer IHK-Umfrage hervor, an der sich über 3500 Betriebe beteiligt haben. Dabei gab jedes dritte Unternehmen ausgewählter Branchen an, von der gegenwärtigen wirtschaftlichen Schieflage negativ betroffen zu sein. Allerdings betonten auch 4 Prozent der Teilnehmer, von der Misere der anderen zu profitieren.

Von den Befragten klagen 32 Prozent darüber, dass sie seit Beginn der Wirtschaftskrise weniger Auftragseingänge zu verzeichnen haben. Bei fast jedem Zehnten sind bereits bestehende Aufträge storniert worden. Die Themen "Forderungsausfall", "Finanzierung von Aufträgen" und "Kreditkonditionen" zusammengefasst, meldeten insgesamt 20 Prozent der Unternehmen Probleme.

Dazu IHK-Präsident Dr. Ulrich Müller: "Wir haben genau analysiert, wo jedem einzelnen Unternehmen der Schuh drückt. Damit hat sich das Instrument der Umfrage als sehr sinnvoll erwiesen. Jetzt bieten wir konkrete Hilfen an." An die Landespolitik gewandt, betont Dr. Müller "Wir brauchen nun eine zügige und transparente Umsetzung der Mittel aus den Konjunkturpaketen. Ziel der Politik muss es sein, möglichst viele Aufträge in die Region zu vergeben, damit der gewünschte Stabilisierungseffekt in der Wirtschaft auch eintritt."

Insgesamt wurden 4760 Unternehmen aus folgenden Branchen befragt: Produzierendes Gewerbe, Bau, Großhandel (ohne Handelsvermittlung), Verkehr, Hotels sowie sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Berater). Geantwortet haben 74 Prozent der Befragten.

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