"Strukturelle Herausforderungen des Arbeitsmarktes annehmen"

Staatssekretär Gerd Hoofe zu Gast beim IHK-Mittagsgespräch

(PresseBox) (Osnabrück, ) "Offenbar verschwindet die Krise gerade genauso schnell wie sie gekommen ist." Dies sagte IHK-Vizepräsident Axel Mauersberger vor rund 50 Gästen beim Mittagsgespräch der IHK Osnabrück-Emsland. Er nahm damit Bezug auf die "ausgesprochen günstige Entwicklung der Arbeitslosenquote". Der IHK-Konjunkturklimaindex zeige einen Vförmigen Verlauf und habe wieder sein Niveau von Anfang 2008 erreicht. Zu verdanken sei das einem starken Mittelstand. Positiv wirke sich aus, dass die Betriebe in der Krise alles daran gesetzt hätten, ihre Stammbelegschaften zu halten.

"Es gibt aber längst noch nicht überall Stabilität", betonte Staatssekretär Gerd Hoofe vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Berlin. Er forderte dazu auf, "strukturelle Herausforderungen zu erkennen und anzunehmen, um sich für die Zukunft klug aufzustellen". Dazu gehöre es auch, auf die langfristigen Veränderungen des Arbeitsmarktes rechtzeitig zu reagieren. Bis 2030 etwa sinke in Deutschland das Erwerbstätigenpotenzial um rund 5,5 Mio. Menschen. Die Belegschaften würden "älter, bunter, weiblicher und beweglicher" werden. Betriebe müssten noch stärker Flexibilität mitbringen und langfristig die Qualität ihrer Beschäftigten erhalten. Arbeitnehmer wiederum sollten in ihrer Veränderungsbereitschaft gefördert werden, weil es "immer weniger lineare Erwerbsverläufe geben wird". Zugleich gelte es, bislang ungenutztes und zum Teil ignoriertes Erwerbspotenzial zu aktivieren. Nur dann könne man Wachstumsbremsen vermeiden. Erforderlich sei es, eine rationale Debatte über Zuwanderung zu führen. Es gebe schon jetzt eine Reihe von guten Möglichkeiten, Engpässe zu schließen. "Die Zuwanderung sollte sich dabei an dem tatsächlichen Arbeitskräftebedarf in den Unternehmen orientieren", erklärte Hoofe.

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