Jahrhundertkrise ist noch nicht überstanden

Chefvolkswirt der NORD/LB zu Gast beim IHK-Mittagsgespräch

(PresseBox) (Osnabrück, ) "Die Wirtschaftskrise liegt wie eine Aschewolke über Deutschland. Wie lange wird es noch dauern, bis die Unternehmen nicht mehr auf Sicht fliegen müssen?" Mit dieser Frage begrüßte Gerd-Christian Titgemeyer, Präsident der IHK Osnabrück-Emsland, jetzt rund 40 Unternehmer zum IHK-Mittagsgespräch. "Die erheblichen Auftragseinbrüche haben dazu geführt, dass der Motor unserer Wachstumsregion im vergangenen Jahr ins Stocken geraten ist", stellte Titgemeyer fest. Mit einem Aktionsprogramm setze sich die IHK daher in diesem Jahr dafür ein, die Unternehmen stark für den Aufschwung zu machen.

Torsten Windels, Chefvolkswirt der NORD/LB, Hannover, warnte davor, die Wirtschaftskrise als normale Konjunkturschwankung einzuordnen. "Wir haben es mit einer Jahrhundertkrise zu tun, die tiefere Spuren hinterlassen wird als alle vorherigen Schwankungen", erklärte der Ökonom. Die dramatische Entwicklung in Griechenland könne eine gefährliche Kettenreaktion in Gang setzen. Ein Auseinanderbrechen der Eurozone hält Windels jedoch für unwahrscheinlich: "Die griechische Schuldenkrise kann auch eine Chance sein. Sie kann dazu führen, dass die EU ihre Institutionen vertieft und die Mitglieder ihre Haushalte künftig besser aufeinander abstimmen."

Positiv bewertete der Chefvolkswirt, dass sich die Konjunkturerwartungen der deutschen Unternehmen und Wirtschaftsforschungsinstitute derzeit wieder stark verbessern: "Stabile Zukunftserwartungen sind wichtig. Nur so kann neben Investitionen und Exporten auch der Konsum endlich wieder als Wachstumsträger anspringen". Gute Voraussetzungen für den Aufschwung sieht Windels besonders beim Mittelstand. "Die Krise hat vor allem großen Unternehmen die Bilanzen verhagelt. In der Folge haben sich die Kreditkonditionen für diese Unternehmen deutlich verschärft. Hier sind kleine und mittelgroße Betriebe derzeit im Vorteil."

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