IHK: Bettensteuer ist schlechtes Marketing für Osnabrück

(PresseBox) (Osnabrück, ) Die IHK Osnabrück-Emsland lehnt den Beschluss des Finanzausschusses der Stadt Osnabrück ab, eine zusätzliche Abgabe auf Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben der Stadt einzuführen. "Das Ziel der Haushaltskonsolidierung ist richtig. Der Weg aber ist ein Irrweg", so kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf die Entscheidung. Aus Sicht der IHK ist die rechtliche Zulässigkeit einer solchen so genannten Bettensteuer zweifelhaft. In der Stadt Osnabrück sei sie auch sachlich unbegründet. Kaum ein Gast übernachte wegen des Kulturangebots in der Stadt.

Die regionale Tourismuswirtschaft habe allerdings sehr wohl ein hohes Interesse an einer guten kommunalen Infrastruktur. "Eine Mitfinanzierung setzt aber einen engen Zusammenhang zwischen Beitrag und Leistung voraus", erklärt Graf. Die jetzt beschlossene Lösung sei dagegen schlechtes Marketing für Osnabrück.

Hintergrund:

Ab Januar 2011 sollen in der Stadt Osnabrück pro Nacht zwischen 25 Cent und zwei Euro von den Beherbergungsbetrieben erhoben werden. 300.000 Euro sollen dadurch jährlich in die Stadtkasse fließen. Je Übernachtung auf Campingplätzen sind es 25 Cent, in Jugendherbergen 50 Cent, in Gasthäusern, Pensionen oder Ferienhäusern wird ein Euro pro Nacht erhoben. In Hotels mit drei Sternen liegt der Satz bei 1,5 Euro, Vier-Sterne-Häuser müssen zwei Euro pro Gast und Nacht abführen. Die Hoteliers können die Steuer extra auf der Rechnung ausweisen.

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