Clouth: Von Weltuntergangsstimmung kann keine Rede sein

IHK-Mitgliederzahl steigt auf 39.195 - Ausbildungsmarkt relativ stabil trotz Krise

(PresseBox) (Offenbach am Main, ) Über einen weiteren Mitgliederzuwachs um zwei Prozent, auf 39.195 im vergangenen Jahr freute sich der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main Alfred Clouth auf der heutigen IHK-Jahrespressekonferenz.

"Damit haben wir seit dem Jahr 2000 fast 9.000 neue Mitglieder hinzu bekommen", so Clouth stolz. Auch die Zahl der im Handelsregister eingetragenen Unternehmen sei gegenüber 2007 um 1,2 Prozent auf 9.907 gestiegen. In diesem Bereich liege der Anteil der Dienstleistungen bei 32 Prozent. Das produzierende Gewerbe liege im Handelsregisterbereich bei einem Anteil von 13,8 Prozent. "Bei den Beschäftigten ist die Industrie mit einem Anteil von 29 Prozent hinter den Dienstleistern auf dem zweiten Platz", verdeutlichte Clouth.

Beim Blick auf die momentane wirtschaftliche Lage erklärte der IHK-Präsident: "Wir stecken in einer weltweiten Rezession. In der Region Offenbach kann aber von Weltuntergangsstimmung keine Rede sein. Das ergab eine Blitzumfrage der IHK vor einer Woche im Kammerbezirk."

Insgesamt habe sich für rund die Hälfte der Befragten wenig verändert. Die gleiche Anzahl an Unternehmen rechne auch 2009 kaum mit Änderung. Rund ein Zehntel der Befragten gehe sogar von einer Verbesserung der eigenen Lage aus.

"Negative Einschätzungen der momentanen und künftigen Lage gibt es in allen Bereichen, besonders aber bei Firmen, die in irgendeiner Form etwas mit der Automobilindustrie zu tun haben. Das zeigt einmal mehr, dass mit Hilfe der Abwrackprämie bei den Autobauern Lagerbestände abverkauft werden. Neues wird kaum produziert", machte Clouth deutlich.

"Aber selbst die Anzahl der Pessimisten bezüglich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung hat gegenüber der regulären Konjunkturumfrage vom Januar deutlich abgenommen. Waren zum Jahresbeginn noch 54 Prozent der Befragten pessimistisch, so sind es jetzt noch 39 Prozent. Das sind zwar weniger, aber natürlich immer noch zu viele."

Dem entsprechend wollten die Unternehmen die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt gering halten. Entlassungen gelten als allerletztes Mittel. Im Mittelpunkt stehe der Abbau von Überstunden sowie Kurzarbeit, um mangelnde Auslastung der Beschäftigten auszugleichen. 40 Prozent der Betriebe plane keinerlei Anpassung oder wolle sogar neue Mitarbeiter einstellen.

Für 2009 habe die Krise auch kaum Auswirkungen auf den Ausbildungsmarkt. "63 Prozent der Unternehmen wollen ihr Angebot an Ausbildungsplätzen auf dem Niveau des Vorjahres halten oder sogar noch steigern. Ein geringeres Angebot planen demnach etwa 37 Prozent. Im Vorjahr sind 24 Prozent von einem geringeren Angebot ausgegangen, während 76 Prozent gleich viele oder mehr Ausbildungsplätze anbieten wollten", gab Clouth Entwarnung.

Auch von der vielbeschworenen "Kreditklemme" wollen die befragten Unternehmen nichts wissen. Allerdings haben sich für jedes vierte Unternehmen in Stadt und Kreis Offenbach die Kreditkonditionen verschlechtert. Jedes zehnte Unternehmen gab dagegen an, dass sich die Konditionen sogar gebessert hätten.

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