Preisverleihung mit Annette Schavan

IHK-Gründerpreis 2009 / Die drei Sieger: Protect - Laserschutz / MusicTrace / Föckersperger

(PresseBox) (Nürnberg, ) Produkte für den Arbeitsschutz, die vor Laserstrahlen schützen. Digitale Wasserzeichen für Audio-Dateien. Maschinen, mit denen sich Kabel und Rohre verlegen lassen, ohne Gräben aufzureißen. Für diese innovativen Geschäftsideen wurden die Protect - Laserschutz GmbH (Nürnberg), die MusicTrace GmbH (Erlangen) und die Frank Föckersperger GmbH (Aurachtal-Münchaurach) mit dem IHK-Gründerpreis 2009 ausgezeichnet.

Die Sieger nahmen die Auszeichnung bei einer Feierstunde von IHK-Präsident Prof. Dr. Klaus L. Wübbenhorst, Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan und von den Sponsoren in den drei Wettbewerbskategorien entgegen. Richard Heindl, Vorstandsvorsitzender der Erlanger Heitec AG, Christine Bruchmann, Ge-schäftsführende Gesellschafterin der Fürst Unternehmensgruppe in Nürnberg, und Gerald Schreiber, Geschäftsführender Gesellschafter der defacto call center GmbH in Erlangen, hatten das Preisgeld von jeweils 10 000 Euro zur Verfügung gestellt.

PROTECT - Laserschutz GmbH, Nürnberg
Preisträger in der Kategorie "Markterfolg und soziale Verantwortung" (Sponsor: Fürst Unternehmensgruppe, Nürnberg)

Petra Fröbel ist die erste Frau, die mit dem IHK-Gründerpreis ausgezeichnet wird. Die von ihr im Jahr 2005 gegründete PROTECT - Laserschutz GmbH in Nürnberg fertigt Produkte, um die Augen vor Laserstrahlen zu schützen, sowie Laserschutz-stellwände und Vorhänge, um größere Bereiche in Betrieben zu sichern (www.protect-laserschutz.de).

MusicTrace GmbH, Erlangen
Preisträger in der Kategorie "Markterfolg und Innovation" (Sponsor: Heitec AG, Erlangen)

Ein System für die Rundfunküberwachung und digitale Wasserzeichen für Audio-Dateien: Auf diese Technologien für Musikindustrie und Rundfunkanstalten ist die Erlanger MusicTrace GmbH spezialisiert, die im August 2004 von Dr. Christian Neubauer, Frank Siebenhaar und Ralph Kulessa gegründet wurde (www.musictrace.de).

Frank Föckersperger GmbH, Aurachtal-Münchaurach
Preisträger in der Kategorie "Markterfolg und Qualität" (Sponsor: defacto call center GmbH, Erlangen)

Kabel und Rohre kostengünstig unter die Erde bringen: Dies ermöglichen die Verlegesysteme von Geschäftsführer Frank Föckersperger. Mit dem sogenannten Kabelpflug können Telefonleitungen, Stromkabel sowie Wasser-, Abwasser- und Gasleitungen selbst in schwierigem Gelände verlegt werden, ohne dass dafür ein Graben ausgehoben werden muss. Ein weiteres Standbein ist die Fertigung von Mul-tifunktionsgeräten für die Landwirtschaft (www.kabelpflug.de).

Bilanz IHK-Gründerpreis 2009

Die IHK schreibt den Gründerpreis seit 14 Jahren aus, um das Gründerklima in der Region weiter zu verbessern. In diesem Jahr hatten 43 junge Unternehmen ihre Ge-schäftskonzepte eingereicht, sie haben bisher 1 014 Arbeitsplätze und 34 Ausbil-dungsplätze geschaffen. Teilnehmen konnten alle Mitgliedsunternehmen der IHK, die ihre geschäftliche Tätigkeit nach dem 1. Juli 2004 begonnen haben.

PROTECT - Laserschutz GmbH, Nürnberg
Preisträger Kategorie "Markterfolg und soziale Verantwortung"

Durch innovative Produkte für den Arbeitsschutz und durch soziale Verantwortung für ältere Mitarbeiter zeichnet sich die PROTECT - Laserschutz GmbH, Nürnberg, aus. Das Unternehmen fertigt Produkte, um die Augen vor Laserstrahlen zu schützen, sowie Laserschutzstellwände und Vorhänge, um größere Bereiche in Betrieben zu sichern. Gegründet wurde das Unternehmen 2005 von Petra Fröbel, die zuvor in leitender Position für ein Unternehmen aus der Branche tätig war. Als die Firma umstrukturiert wurde, schied die studierte Ingenieurin für Gießereitechnik aus und wurde von ihrem Mann Rüdiger Fröbel be-stärkt, sich selbstständig zu machen. Er ist selbst seit Jahren als Gesellschafter und Geschäftsführer in der GLT Gesellschaft für Lasertechnik mbH tätig.

Zunächst vermarktete sie die Laserschutzprodukte anderer international tätiger Herstellerfirmen, begann aber innerhalb kürzester Zeit damit, eine eigene Laserschutzproduktpalette auf die Beine zu stellen, zer-tifizieren zu lassen und damit marktfähig zu machen. Dazu gehörten z.B. Laserschutzscheiben in ver-schiedenen Dimensionen als Einbauten für Lasersysteme zur Prozessbeobachtung, Laserschutzbrillen mit Filtern aus Glas und Kunststoff und die entsprechenden Brillengestelle.

Inzwischen hat das Unternehmen, das seinen Sitz auf dem ehemaligen Leoni-Gelände in Nürnberg-Mühlhof hat, rund 250 Produkte im Programm: Laserschutzbrillen, großflächige Abschirmungen und Ma-schineneinbauten sowie medizinische Spezialprodukte für den Augenschutz, die beispielsweise Zahnärzte oder Kosmetikerinnen bei Lampen- und Laserbehandlungen benutzen. Jedes Produkt muss nach den europäischen Normen DIN EN 207 und 208 für Laseraugenschutz und DIN EN 12254 für großflächige Abschirmungen zertifiziert sein. Heute ist PROTECT - Laserschutz in Deutschland, in vielen Ländern Eu-ropas und anderen Kontinenten aktiv, etwa 20 Prozent des Umsatzes werden im Export erzielt. Zum Kundenkreis gehören Hersteller von Lasersystemen für den industriellen und medizinischen Markt sowie von Laserstrahlquellen, aber auch Händler und "Endkunden", wie z.B. Hochschulen, Forschungs-einrichtungen, Krankenhäuser, Ärzte und Kosmetik-Studios.

Für ihr soziales Engagement, insbesondere für ihre Aufgeschlossenheit gegenüber älteren Mitarbeitern, ist Petra Fröbel 2008 mit dem Prädikat "Unternehmen mit Weitblick" geehrt worden, das von der Initiative "Pakt50" verliehen wurde. Vier von insgesamt 15 Mitarbeitern sind über diese Initiative eingestellt worden. In Kürze wird auch ein Ausbildungsplatz im kaufmännischen Bereich geschaffen.

www.protect-laserschutz.de

MusicTrace GmbH, Erlangen-Tennenlohe
Preisträger Kategorie "Markterfolg und Innovation"

Ein System für die Rundfunküberwachung und digitale Wasserzeichen für Audio-Dateien: Auf diese Technologien für Musikindustrie und Rundfunkanstalten ist die Erlanger MusicTrace GmbH spezialisiert, die im August 2004 aus dem Erlanger Fraunhofer-Institut IIS ausgegründet wurde. Dort hatten sich die drei Gründer Dr. Christian Neubauer, Frank Siebenhaar und Ralph Kulessa zuvor über Jahre mit Multi-media-Technologien beschäftigt. Das junge Unternehmen, an dem das IIS nach wie vor beteiligt ist und das heute sechs Mitarbeiter beschäftigt, peilt in diesem Jahr einen Umsatz von einer knappen Mio. Euro an.

Das digitale Wasserzeichen für Audio-Dateien erlaubt es, aus jeder Kopie eines Musikstückes ein Unikat zu machen. Dazu wird eine kleine Datenmenge in dem Musikstück versteckt - unhörbar und unentfernbar. "Auch nach dem Konvertieren in ein anderes Dateiformat oder sogar beim Umwandeln in ein hochwertiges analoges Signal können wir das Wasserzeichen noch herausfiltern", erklärt Dr. Christian Neubauer. Dabei handelt es sich um ein Signal im Audio-Spektrum, eine Art Rauschen, das für den Menschen nicht hörbar in das Musikstück integriert wird und das sich als digitale Information herauslesen lässt. Bei Musik-Downloads wird damit eine Transaktionsnummer eingebettet, mit der man z.B. in Internet-Tauschbörsen feststellen kann, woher das angebotene Stück stammt. Kunden für diese Dienst-leistung sind u.a. Betreiber von Online-Shops und Plattformen für Musikbemusterung.

Der zweite und mittlerweile wichtigere Geschäftsbereich von MusicTrace ist das sogenannte Airplay-Monitoring, also die Auswertung von Radioprogrammen. Grundlage für das Monitoring ist eine compu-terbasierte Musikerkennung, praktisch ein "digitaler Fingerabdruck" für Audio-Dateien, mit denen ein Rechner das entsprechende Lied eindeutig erkennen kann. Die riesige Serverfarm von MusicTrace ana-lysiert Radioprogramme mit der Software und gleicht die Informationen mit einer Datenbank ab, die Tau-sende Musiktitel umfasst. So können beispielsweise Musikunternehmen oder Werbetreibende minuten-genau verfolgen lassen, wann ein Lied oder eine Werbung gespielt wurde. Mit Satellitenschüsseln, An-tennen, Kabelanschlüssen und über das Internet empfängt das Unternehmen an seinem Firmensitz im Erlanger Gewerbegebiet "Am Weichselgarten" sowie an zehn Außenstationen, die über ganz Deutschland verteilt sind, über 200 deutsche Programme sowie viele ausländische Sender. In Deutschland hat MusicTrace auf diesem Feld schon einen Marktanteil von über 50 Prozent, in der Schweiz von fast 100 Prozent.

www.musictrace.de

Frank Föckersperger GmbH, Aurachtal-Münchaurach
Preisträger Kategorie "Markterfolg und Qualität"

Kabel und Rohre kostengünstig unter die Erde bringen: Dies ermöglichen die Verlegesysteme der Frank Föckersperger GmbH in Aurachtal-Münchaurach. Mit dem sogenannten Kabelpflug können Telefonlei-tungen, Stromkabel sowie Wasser-, Abwasser- und Gasleitungen selbst in schwierigem Gelände verlegt werden, ohne dass dafür ein Graben ausgehoben werden muss, so Geschäftsführer Frank Föckersperger.

Die Jury des IHK-Gründerpreises hob die erfolgreiche Internationalisierung sowie die gelungene Über-nahme und Neuaufstellung des Unternehmens hervor, dessen Vorgeschichte fast 150 Jahre zurück-reicht: 1865 eröffnete Johann Heinrich Müller im Aurachtal einen Fachbetrieb für die Wartung und In-standsetzung von Getreidemühlen. Vier Generationen lang betrieb die Familie vor allem eine Werkstatt für die Reparatur von Landmaschinen, 2005 wurde das Unternehmen im Zuge des Generationenwech-sels aufgeteilt in eine Gesellschaft für CNC-Fertigung, die der Bruder von Frank Föckersperger führt, und die Frank Föckersperger GmbH. Im Geschäftsjahr 2008 setzte der IHK-Gründerpreisträger 3,4 Mio. Euro um, in diesem Jahr peilt er rund vier Mio. Euro an. Für Föckersperger sind 18 Mitarbeiter tätig, darunter vier Auszubildende.

Die Kabelpflüge, die im eigenen Betrieb entwickelt und hergestellt werden, vermieten die Münchauracher mit Bedienpersonal beispielsweise an Tiefbaufirmen. Vier Geräte hat Föckersperger derzeit in Deutschland und im europäischen Ausland mit jeweils zwei bis drei Mitarbeitern als Bedienpersonal im Einsatz. Verkauft werden die Pflüge nur in Ländern, in denen Föckersperger nicht selbst mit Arbeitsteams aktiv ist. Gebrauchte Kabelpflüge wurden u.a. nach Kasachstan und Sibirien geliefert, ein Verkauf nach Kanada steht an.

Ein weiteres Standbein ist die Fertigung von sogenannten Hofladern unter dem Markennamen "Föckersperger-InTrac". Von dem "kleinen Multifunktionsgerät für die Landwirtschaft", das ebenfalls komplett in Münchaurach hergestellt wird, wurden im vergangenen Jahr über Landmaschinenhändler 80 Stück in ganz Europa verkauft; in diesem Jahr sollen es doppelt so viele werden. Dabei setzt der Unter-nehmer auf eine von ihm entwickelte Weltneuheit: Ein "Dreirad" mit Allradantrieb, das im beladenen Zu-stand nicht so schnell kippt wie andere Modelle und das praktisch auf der Stelle wenden kann. Insgesamt hält Föckersperger rund 20 gewerbliche Schutzrechte und meldet jährlich ein bis zwei neue Patente an.

www.kabelpflug.de

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