Lippische Industrie: Wachstum verfestigt sich

(PresseBox) (Detmold, ) Die 112 lippischen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit in der Regel mehr als 50 Beschäftigten meldeten für das erste Halbjahr 2010 ein Umsatzwachstum von 14,8 Prozent. Die lippische Industrie ist somit weit erfolgreicher als der Landesdurchschnitt mit einem Plus von 10,8 Prozent. Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten diesen Jahres 2,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Getragen wurde der Zuwachs vom starken Anstieg der Exporte, die um 23,5 Prozent (NRW + 16,5 Prozent) zulegten. Im Inland nahm die Nachfrage "nur" um 8,5 Prozent (NRW + 6,8 Prozent) zu. Die Zahl der Beschäftigten sank in Lippe um 5,5 Prozent (NRW - 5,3 Prozent) auf 22.782 Arbeitsplätze.

"Die Industrie bleibt im Vergleich zum Krisenjahr 2009 auf Wachstumskurs", stellt Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) fest. "Zwar erreicht der Gesamtumsatz noch nicht wieder das Niveau des Boomjahres 2008. Der Export liegt aber nur noch zehn Prozent unter dem damaligen Höchstwert", so Martens.

Die lippische Industrie ist im letzten Jahrzehnt immer internationaler geworden. Mittlerweile wird fast jeder zweite Euro im Ausland erwirtschaftet. Die Exportquote, das ist der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz, liegt mit aktuell 45,1 Prozent deutlich über der Landesquote von 43,6 Prozent.

Das höchste Wachstum konnte die Elektroindustrie verzeichnen. Sie ist Lippes beschäftigungs- und umsatzstärkste Einzelbranche. Die Steigerungsrate von 24,4 Prozent ließ den Gesamtumsatz auf 846 Millionen Euro steigen. Im Ausland lag die Zunahme sogar bei einem Drittel. 7.380 Personen (- 5,4 Prozent) waren im Juni 2010 in dieser Branche beschäftigt. Sehr erfolgreich war auch die chemische Industrie, deren Umsatz um knapp ein Fünftel auf 166 Millionen Euro wuchs. Die chemische Industrie ist die einzige Branche in Lippe, in der im ersten Halbjahr 2010 die Zahl der Arbeitnehmer zunahm. Mit 914 Mitarbeitern lag die Zahl der Beschäftigten um 1,6 Prozent über dem gleichen Vorjahreszeitraum.

Auch der Maschinenbau profitiert mit einem Umsatzplus von 13,5 Prozent vom Anziehen der Konjunktur. Zwei Drittel des Umsatzes werden in dieser Branche im Ausland erwirtschaftet. In der Kunststoffindustrie, Lippes zweitgrößter Einzelbranche, legte der Umsatz um sechs Prozent zu. Dieses Wachstum war allein auf das erfolgreiche Auslandsgeschäft zurückzuführen, da der Inlandsumsatz auf Vorjahresniveau stagnierte.

Die Möbelindustrie, Lippes drittwichtigster Arbeitgeber, gehört mit der Metallindustrie zu einer der wenigen Branchen, die über einen Umsatzrückgang klagt.

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