Industrieumsätze: IHK Lippe meldet deutlichen Zuwachs

(PresseBox) (Detmold, ) Die lippische Industrie kehrt auf den Wachstumspfad zurück. Nach dem katastrophalen Einbruch im letzten Jahr erreicht der März-Umsatz 2010 wieder das Niveau von 2008. Auch das gesamte erste Quartal 2010 schließt bei den 113 meldepflichtigen Industrieunternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten mit einem Plus ab. "Das Wachstum hat sich mit plus 9,5 Prozent verfestigt", interpretiert Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK), diese positive Entwicklung. "Es mehren sich die Anzeichen, dass die Wirtschaft schneller als erwartet das Tief aus 2009 überwinden könnte", so Martens. Der Gesamtumsatz beläuft sich im ersten Quartal auf 1,1 Mrd. Euro. Zurückzuführen ist diese Trendwende auf den Export, der um 16 Prozent zunahm, während der Binnenumsatz "nur" um 4,7 Prozent stieg. Die Exportquote, das ist der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtsatz, liegt in Lippe mittlerweile mit 44,5 Prozent deutlich über dem Land NRW (43,1 Prozent).

Einen Wermutstropfen bildet die Zahl der Beschäftigten, die um 5,6 Prozent auf 22.900 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum zurückging. Ein Teil des Beschäftigungsrückganges ist allerdings auf die Abnahme der Zahl der meldepflichtigen Betriebe um zehn Unternehmen zurückzuführen.

Lippe hebt sich mit diesen Zahlen positiv von der Entwicklung im Land Nordrhein-Westfalen ab, wo die Zahl der Beschäftigten um 6 Prozent zurückging, der Inlandsumsatz um 2,3 Prozent und der Export um 10 Prozent anstieg (Gesamtumsatz plus 5,5 Prozent).

Erholt hat sich insbesondere die umsatz- und beschäftigungsstärkste Einzelbranche in Lippe, die Elektroindustrie. Mit einem überdurchschnittlichen Umsatzwachstum von 14 Prozent konnte diese Branche in den ersten drei Monaten 413 Mio. Euro erwirtschaften. Getragen wurde dieses Wachstum insbesondere vom Export, der um rund ein Viertel zulegte, das Inlandsgeschäft wuchs um rund 3 Prozent. In dieser Branche wird mittlerweile 60 Prozent des Umsatzes im Ausland erwirtschaftet.

Die Möbelindustrie, Lippes Umsatzträger Nummer zwei, meldete einen Umsatzrückgang um 2 Prozent auf 88 Mio. Euro. In dieser konsumnahen Branche ist das Auslandsgeschäft rückläufig.

Die Kunststoffindustrie, nach der Zahl der Beschäftigten mit 2.757 Personen auf Platz zwei kehrt langsam auf den Wachstumspfad zurück: trotz nachlassender Binnennachfrage stieg der Gesamtumsatz um 4 Prozent auf 80 Mio. Euro, da das Auslandsgeschäft um knapp ein Drittel zunahm. Die chemische Industrie, vom Umsatz her mit 79,5 Mio. Euro auf Platz vier konnte sowohl im Inland als auch im Ausland überdurchschnittliche Wachstumsraten erreichen. Der Maschinenbau, Lippes Exportbranche Nummer zwei konnte mit einer Zunahme der Auslandsnachfrage um 11,5 Prozent die rückläufige Inlandsnachfrage mehr als ausgleichen.

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