IHK: Online-Rechner für Wassergebühren in Lippe aktualisiert

"Die Gebührenunterschiede sind extrem!"

(PresseBox) (Detmold, ) Wasser ist teuer - zumindest in den meisten lippischen Städten und Gemeinden. Unternehmen in Dörentrup müssen besonders tief in die Tasche greifen. Für Betriebe in Augustdorf, Horn-Bad Meinberg und Schlangen fallen die Wasser- und Abwasserrechnungen am günstigsten aus. Das hat die aktuelle Abfrage der Industrie- und Handelskammer Lippe (IHK Lippe) bei den 16 lippischen Kommunen ergeben. Im Online-Gebührenrechner der IHK können Unternehmen ihre Verbrauchsdaten eingeben. Das macht einen individuellen Vergleich möglich, was Wasser, Abwasser und auch Abfall in Lippe kosten.

Um die Kostendifferenzen plastischer zu machen, hat die IHK Lippe Beispielrechnungen für drei Unternehmen mit unterschiedlicher Größe und Verbräuchen vorgenommen (siehe Tabelle). "Die Gebührenunterschiede sind extrem!" kommentiert Matthias Carl, Umweltreferent der IHK Lippe, die Ergebnisse. "Dörentrup ist bis zu dreizehnmal so teuer wie die günstigste Kommune Horn-Bad Meinberg." Zu den günstigsten Gemeinden zählten auch Schlangen und Augustdorf. Die IHK Lippe vergleicht die Wasser- und Abwassergebühren seit einigen Jahren. "Seit 2009 sind die Gesamtkosten in 12 von 16 Kommunen über alle drei berechneten Beispiele gestiegen", resümiert Carl. In Augustdorf hingegen sind sie seitdem deutlich gesunken."

Als Kostentreiber für die Unternehmen hat sich nach Einschätzung der IHK Lippe in vielen Kommunen die Einführung der "gesplitteten" Abwassergebühr erwiesen. Hierbei wird neben der Schmutzwassergebühr eine Niederschlagsgebühr erhoben, die sich auf die versiegelte Fläche bezieht. "Dadurch explodieren die Kosten insbesondere in Unternehmen mit geringen Wasserbräuchen und großen Betriebsflächen", kritisiert Carl. Als vorletzte Kommune in Lippe habe Lügde im Jahr 2010 diese Gebühr eingeführt. Trotz teilweiser drastischer Erhöhungen (30 bis 340 Prozent mehr als 2009) zähle die Stadt an der Emmer aber immer noch zu den günstigeren Kommunen. Carl empfiehlt den Unternehmen, grundsätzlich die Möglichkeit der Versickerung oder der Einleitung von unbelastetem Niederschlagswasser in Gewässer zu prüfen. So könnten die Gebühren deutlich gesenkt werden.

Gleichzeitig fordert die IHK Lippe die Kommunen auf, bei den Abwassergebühren Maß zu halten. Die Unternehmen dürften nicht noch stärker belastet werden. Für die Unternehmen seien die hohen Gebühren ein wesentlichen Standortnachteil. Das habe schon die Standortanalyse der IHK Lippe aus dem Jahr 2009 gezeigt.

Online-Rechner: www.detmold.ihk.de (Menü: Innovation und Umwelt / Umweltschutz / Aktuelles)

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.