Frühjahr 2010: sanfter Aufschwung

IHK Lippe legt Ergebnisse der Konjunkturumfrage vor

(PresseBox) (Detmold, ) Nach einem positiven Start ins neue Jahr hat sich die Nachfrage in der lippischen Wirtschaft weiter belebt. Die Nachwirkungen der Wirtschaftskrise schwächen sich ab. Der Aufschwung wird im Wesentlichen vom Export getragen. Ein Anziehen der Binnennachfrage steht noch aus. Vereinzelt äußern die Unternehmen die Hoffnung, dass sie schneller als vermutet das Vorkrisenniveau wieder erreichen können.

"Die lippischen Unternehmen sind gut aufgestellt. Sie haben die Zeit der Krise genutzt, um Prozesse effektiver zu gestalten", stellt Ernst-Michael Hasse, Präsident der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK), fest. "Produkt- und Prozessinnovationen bieten die Basis auf der nun aufgebaut werden kann", ergänzt Hasse.

Der IHK-Konjunkturklimaindex ist von 107,1 Punkten zur Jahreswende 2009/2010 auf 111,6 Punkte im Frühjahr 2010 gesprungen und damit auf einem neuen Höchststand seit Sommer 2008. Die Verbesserung der Geschäftslage zeigt sich als Hauptgrund für den neuerlichen Anstieg. An der IHK-Umfrage beteiligten sich 218 Unternehmen aus Lippe mit rund 16.000 Beschäftigten.

Der Anteil der Unternehmen, die ihre gegenwärtige Geschäftslage mit "gut" bewerten, ist von 22 Prozent auf 28 Prozent stark angestiegen. Nur ein Sechstel der Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage als "schlecht" (Winter 2009: ein Viertel). Drei von zehn Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft. Ein Grund für diese positive Stimmung ist der derzeit schwächere Euro. Güter und Dienstleistungen aus Lippe können günstiger angeboten werden. Daneben stellt die Erschließung neuer Märkte eine Chance für lippische Unternehmen dar.

Die Kehrseite des schwachen Euro: er treibt die Importpreise in die Höhe. Viele lippische Unternehmer rechnen mittlerweile mit steigenden Energie- und Rohstoffpreisen. Das dämpft angesichts fehlender Überwälzungsmöglichkeiten die Zuversicht.

Mehr Unternehmen als noch zum Jahresanfang erwarten steigende Umsätze. Dies gilt allerdings nicht für die Erträge, sie stehen weiterhin stark unter Druck. Die angespannte Ertragslage und die hohen Kapazitätsreserven wirken sich negativ auf die Investitionsbereitschaft der Unternehmen aus. Das Hauptmotiv für Investitionen sind Ersatzbeschaffungen mit Abstand gefolgt von Rationalisierungsvorhaben.

Die Lage auf dem lippischen Arbeitsmarkt scheint sich weiter zu entspannen. Nur noch ein Siebtel der Unternehmen (Winter 2009: ein Fünftel) wollen Personal abbauen. Die unerwartet günstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wird durch das Instrument der Kurzarbeit getragen. Zukünftig wollen ein Siebtel der antwortenden Unternehmen ihren Personalbestand erweitern. Sie suchen Fachpersonal, um das erwartete Wachstum und den Ausbau der Geschäftsfelder realisieren zu können.

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