EEG-Umlage steigt um 70 Prozent

(PresseBox) (Detmold, ) Den Boom bei Photovoltaikanlagen müssen die Stromkunden in Deutschland teuer bezahlen. 2011 werden Unternehmen und Haushalte mit einer Umlage für die Vergütungen von Strom aus erneuerbaren Energien (EEG) in Höhe von 3,53 Cent pro Kilowattstunde Strom belastet. Das sind 70 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Höhe der EEG-Umlage für 2011 haben die vier Übergangsnetzbetreiber heute bekannt gegeben. "Die deutliche Steigerung der EEG-Umlage schadet der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft", befürchtet Matthias Carl, Energiereferent bei der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe).

Experten erwarten, dass die EEG-Umlage in den nächsten Jahren weiter steigen wird. Deswegen hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die Bundesregierung bereits im Juni 2010 aufgefordert, die Zusatzbelastung der Stromverbraucher durch die EEG-Umlage zu begrenzen. Dazu müsse die EEG-Gesamtvergütung gedeckelt werden. Notwendig sei nach Ansicht des DIHK auch eine Änderung der sogenannten EEG-Härtefallregelung, die Vergünstigungen für stromintensive Unternehmen vorsieht.

Grund für den erheblichen Anstieg der EEG-Umlage ist vor allem der enorme Zuwachs bei Photovoltaikanlagen. In diesem Jahr sind mehr Anlagen als erwartet in Betrieb genommen worden. Viele Betreiber haben noch in 2010 in Photovoltaik investiert, da die Vergütungssätze künftig spürbar sinken werden. Zudem sind die Anlagen deutlich günstiger geworden. Gleichzeitig haben die Netzbetreiber mit dem Verkauf des EEG-Stroms weniger verdient als prognostiziert. Insgesamt fehlen ihnen damit im Jahr 2010 1,5 Mrd. Euro in der Kasse. Dieses Defizit muss zusätzlich über die höhere EEG-Umlage und Verkaufserlöse im Jahr 2011 ausgeglichen werden.

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