IHK Hannover:Verzahnung der Schulformen ist der richtige Weg

(PresseBox) (Hannover, ) Die IHK Hannover begrüßt die Pläne der Landesregierung zur Weiterentwicklung von Haupt- und Realschulen, wie sie heute vom Kabinett in Hannover beschlossen wurden. Eine intensivere Berufsorientierung und eine Verzahnung der allgemeinbildenden und der berufsbildenden Schulen sind nach Ansicht der IHK der richtige Weg, um die Qualifikation und Ausbildungsreife der Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen zu erhöhen.

Die jetzt vorgesehenen Kooperationen insbesondere von Hauptschulen und berufsbildenden Schulen, aber auch von Real- und Berufsschulen, schließen an die positiven Erfahrungen der IHK bei entsprechenden Schulversuchen in Neustadt a. Rbge. an. Während die Landesregierung im Hauptschulbereich eine weitgehende Zusammenarbeit dieser Schulformen plant, bleibt im Bereich der Realschule das jetzt vorgelegte Konzept teilweise hinter den Vorstellungen der IHK zurück.

Im Schulversuch in Neustadt kooperieren sowohl der Hauptschulzweig der Kooperativen Gesamtschule (KGS) als auch der Realschulzweig mit den Berufsbildenden Schulen (BBS) Neustadt. In der Hauptschule wird in den Klassen 9 und 10 neben der Allgemeinbildung über berufsvorberei-tenden Fachunterricht eine breite berufliche Grundbildung vermittelt. Dadurch finden die Schulabgänger heute erheblich leichter einen Ausbildungsplatz, und aktuell gibt es auch keine Schulabbrecher mehr.

Realschülerinnen und -schüler der KGS haben die Möglich-keit, ebenfalls in den Klassen 9 und 10 eine berufsorientierte Qualifikation im Ausbildungsberuf Mechatroniker zu erwer-ben; dieses seit Herbst 2007 laufende Modell ist maßgeblich von der IHK Hannover mitentwickelt worden. Die IHK hatte sich immer wieder dafür ausgesprochen, dieses Konzept auf weitere Schulstandorte und auch auf weitere Ausbildungs-berufe zu übertragen. "Der Kabinettsbeschluss von heute bietet dafür jetzt eine gute Basis," erklärte dazu der stellver-tretende IHK-Hauptgeschäftsführer Heinz Orlob.

Er wies allerdings auch darauf hin, dass die im Kabinett verabschiedeten Pläne im Bereich der Realschule eine weniger intensive Zusammenarbeit vorsehen als bei der Hauptschule. Zwar wurde eine Schwerpunktbildung mit den Wahlmöglichkeiten Technik, Wirtschaft, Fremdsprachen oder Soziales beschlossen. Diese Schwerpunkte mit vier Unter-richtsstunden wöchentlich werden aber weit weniger aus-geprägt sein als die umfassende Berufsorientierung, wie sie in Neustadt derzeit erfolgreich im Berufsbild Mechatronik von der IHK mitgetragen wird.

Grundsätzlich sieht sich die IHK jedoch in ihren seit langem erhobenen Forderungen zur Verbesserung der Ausbildungs-reife der Schülerinnen und Schüler bestätigt.

Die IHK Hannover stellt sich auch hinter den von der Landesregierung betonten Grundsatz "Kein Abschluss ohne Anschluss." Schul- und Ausbildungsabschlüsse müssen aus Sicht der IHK immer die Möglichkeit zu weitergehenden Qualifikationen bieten. Auch hier sei das von der IHK in Neustadt mitentwickelte Modell vorbildlich, so Orlob. Es biete einerseits die Möglichkeit, nach dem erweiterten Sekundarabschluss I in den Sekundarbereich II zu wechseln oder aber eine Berufsausbildung zu absolvieren mit der weiteren Perspektive Industriemeister und Studium.

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