IHK-Konjunkturbericht Mai 2010

(PresseBox) (Fulda, ) "Die regionale Wirtschaft ist weiter auf Aufschwungkurs", interpretiert Stefan Schunck, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Fulda, die Ergebnisse der jüngsten Konjunkturumfrage der IHK. Der Geschäftsklimaindex als Ergebnis der Einschätzung der derzeitigen wie auch der zukünftigen Geschäftslage ist in der aktuellen Befragung auf 118,4 Punkte angestiegen und liegt damit deutlich über dem Niveau vom Januar 2010 (100,3 Punkte) wie auch über dem Vorjahresniveau (68,6 Punkte).

Die derzeitige Geschäftslage wird von rund 30 % aller befragten Unternehmen als gut bewertet; 57 % berichten von einer befriedigenden Geschäftslage und nur 13 % beklagen eine schlechte Situation - im Januar waren dies noch über 20 %.

Auch der konjunkturelle Blick in die kommenden Monate hat sich weiter aufgehellt. 38 % der Firmen erwarten eine eher günstigere und rund 45 % der Betriebe eine gleichbleibende Geschäftslage. Damit ist die Zahl der optimistischeren Betriebe im Vergleich zur Januarumfrage ganz deutlich gewachsen. "Der Aufwärtstrend, der sich seit Beginn dieses Jahres abzeichnet, hat sich weiter stabilisiert", so Stefan Schunck für die IHK Fulda.

Der Branchenvergleich zeigt, dass die Industriebetriebe die derzeitige Geschäftslage noch etwas verhaltener sehen, dafür aber umso optimistischer auf die kommenden Monate schauen. Die Zahl der Industrieunternehmen, die von einer derzeitig schlechten Geschäftslage sprechen, liegt bei 14 %, von guten Geschäften berichten 17 % der Firmen. Freilich erwartet fast die Hälfte aller Industriebetriebe in der nächsten Zeit eine günstigere Entwicklung - das sind mehr als doppelt so viele wie noch im Januar.

Auch die wirtschaftliche Lage im Handel hat sich stabilisiert. Die Zahl der Handelsbetriebe, die von einer aktuell schlechten Geschäftslage sprechen, hat sich im Vergleich zum Januar (damals 8 %) auf nunmehr 4 % reduziert, über 50 % berichten über befriedigende Geschäfte und 44 % sogar von einer guten derzeitigen Lage. Für die nächste Zeit sind die Erwartungen im Handel ebenfalls recht optimistisch.

Auch bei den Dienstleistungsbetrieben herrscht eine positive Grundhaltung vor. 27 % sprechen von einer guten und knapp 60 % von einer befriedigenden wirtschaftlichen Lage. Über 82 % der Dienstleistungsfirmen erwarten für die nächsten Monate eine gleiche oder sogar noch günstigere Umsatzentwicklung.

Die Investitionsbereitschaft hat bei allen Betrieben weiterhin deutlich zugenommen, so dass auch hier der seit Jahresbeginn zu sehende Trend fortgesetzt wird. Über 30 % der Unternehmen in der Region Fulda gehen von einer steigenden Investitionstätigkeit aus, bei mehr als der Hälfte der Firmen bleiben die Investitionen in etwa konstant, und nur 15 % (Januar 2010: 31 %) reduzieren ihre Investitionspläne.

Diese insgesamt positive Einschätzung schlägt sich auch in ersten Anzeichen auf dem Arbeitsmarkt nieder. Zwar gehen nach wie vor über 70 % der Unternehmen von einer gleichen Beschäftigtenzahl aus. Dafür aber hat sich die Zahl der Unternehmen auf 17 % nahezu verdoppelt, die Neueinstellungen planen. Damit zeigt sich, dass das Instrument der Kurzarbeit auf dem Arbeitsmarkt sehr positive Wirkungen hatte. Auch in der tiefsten Krise haben die Unternehmen versucht, an ihrer Belegschaft festzuhalten und stabilisieren diese nun in der Aufschwungphase.

"Unsere aktuelle Konjunkturbefragung zeigt, dass die mittelständischen Betriebe weitgehend gut durch die Krise gekommen sind und nun eine Erholungsphase eingeleitet worden ist. Dabei darf jedoch nicht übersehen werden, dass dieses Konjunkturpflänzchen noch sehr jung ist und keine großen Turbulenzen verträgt. Die Euro-Krise und auch die Diskussion über höhere finanzielle Belastungen für die Unternehmen können hier sehr schnell Schaden stiften", betont Stefan Schunck als Fazit der Ergebnisse.

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