IHK: "Krisentreiber Gewerbesteuer - eine Standortbetrachtung in NRW"

(PresseBox) (Essen, ) Mit dem Recht auf Festsetzung des Gewerbesteuerhebesatzes verfügen Kommunen über ein wirksames Instrument, die Ansiedlung von Gewerbeunternehmen zu beeinflussen. Mehr denn je verschärft sich daher - in Abhängigkeit vom kommunalen Hebesatzniveau - der interkommunale Standortwettbewerb.

Deutlich wird dies anhand einer Standortanalyse unter dem Titel "Krisentreiber Gewerbesteuer - eine Standortbetrachtung in NRW", die von der IHK Köln - federführend für die nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern - durchgeführt wurde. Die Ergebnisse können unter www.essen.ihk24.de, Dok. Nr. 19982 abgerufen werden.

"Die aktuelle konjunkturelle Lage beweist einmal mehr, dass die Gewerbesteuer in ihrer jetzigen Ausprägung ein entscheidender Faktor für die Unternehmen ist", so Stefanie Albus, Steuerreferentin der Industrie- und Handelskammer für Mülheim an der Ruhr, Essen, Oberhausen zu Essen (IHK). "Zumal eine hohe Gewerbesteuer-belastung für Unternehmen - nicht zuletzt vor dem Hintergrund geringerer Gewinne und aufgrund gewerbesteuerlicher Hinzurechnungen wie z.B. die der Fremdkapitalzinsen sowie Finanzie-rungsanteile von Mieten und Pachten - in heutigen Zeiten auch eine Betriebsschließung bedeuten kann."

"Weniger standortgebundene Unternehmen werden bei geplanten Betriebsneugründungen, -auslagerungen bzw. -erweiterungen die Höhe des Gewerbesteuerhebesatzes verstärkt in ihre Entscheidungen einbeziehen", so Albus. Der Gewerbesteuerhebesatz sei somit eine entscheidende Stellschraube der Kommunen für einen attraktiven Standort und eine wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik.

Politik und Verwaltung stehen deshalb nach Meinung der IHK mehr denn je gemeinsam in der Pflicht, die kommunalen Steuerhebesätze hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Standortqualität und damit der Sicherung ihrer Unternehmen zu prüfen. Schon jetzt liegen in allen Kommunen des IHK-Bezirks die Gewerbesteuerhebesätze über dem bundesdeutschen Durchschnitt (389 Prozent), sogar über Landesniveau (433 Prozent). Spielräume für künftige Hebesatz-erhöhungen gebe es daher aus Sicht der Wirtschaft im IHK-Bezirk Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen nicht.

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