IHK-Handelsreport: MEO-Region weiter Top-Standort

(PresseBox) (Essen, ) Die MEO-Region bleibt weiter eine der bedeutsamsten Handelsagglomerationen im Ruhrgebiet, so die Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK). Dies zeige der von den IHKs im Ruhrgebiet erstellte "Handelsreport Ruhr 2010", der sämtliche großflächigen Handelsbetriebe im gesamten Ruhrgebiet erfasst hat. Der Report verdeutlicht, dass dabei der Stadt Essen ein wesentlicher Anteil an Verkaufsflächen und Betrieben zukommt. Aber auch in Oberhausen und Mülheim an der Ruhr wurden in den letzten zehn Jahren Investitionen im Handel vorgenommen, innovative Betriebsstätten und damit Arbeitsplätze geschaffen. Bei der Beurteilung von Neuansiedlungen sollte es künftig noch mehr auf die Qualität und den Standort der Vorhaben ankommen. Der Handel bleibt weiter ein wesentliches Funktionselement er modernen europäischen Stadt.

Gemeinsam mit diesen wertschöpfenden Prozessen ist allerdings im Zuge des Strukturwandels auch ein immer intensiverer Verdrängungswettbewerb mit der Schaffung neuer Großflächen im Handel zu verzeichnen. Durch das Wegbrechen von Magnetbetrieben wie z. B. Kauf- und Warenhäuser droht vielen Stadtteilen und Nebenzentren ein weiterer Bedeutungsverlust, der sich auch auf die Nahversorgung der Bevölkerung auswirkt. Großflächige Formate wie z. B. Einkaufszentren sind stärker in innerstädtische Lagen vorgedrungen.

Besonders bei der Anzahl der Einkaufszentren im Ruhrgebiet liegt die MEO-Region vorn und hat sich überregional als Destination für Shopping-Tourismus einen Namen gemacht. Aber auch die Zahl der Fachmärkte und Discounter sowie deren Marktanteil sind in Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen deutlich angestiegen.

Die Anzahl der großflächigen Betriebe (über 650 Quadratmeter Verkaufsfläche) hat sich seit 2001 um mehr als ein Drittel erhöht, die Verkaufsfläche dagegen nur um 12 Prozent auf jetzt 1,14 Mio. Quadratmeter. Da die Einwohnerzahl in den drei Städten der MEO-Region im selben Zeitraum um gut drei Prozent abgenommen hat und weiter sinken dürfte, steigt die rechnerische Verkaufsfläche je Einwohner weiter an.

Die Entwicklung neuer Formate und großflächige Ansiedlungen konzentrieren sich dank planerischer Erfolge wie Masterplänen für die Steuerung des Einzelhandels und den von den IHKs initiierten Konsultationskreisen zwar inzwischen deutlich stärker auf die Kerne des Ballungsraumes. Doch Nebenzentren und Nebenlagen in den Cities profitieren vom weiter bestehenden Ansiedlungsdruck und Flächenwachstum nur eingeschränkt. Discounter und Fachmärkte drängen immer stärker in die Innenstädte vor. Gleichzeitig setzen sich aber stärker Kleinflächenformate im Handel zur wohnungsnahen Versorgung durch.

Die IHK setzt sich seit Jahren für die Stärkung der gewachsenen Lagen, der Innenstädte und Stadtteilzentren ein und fordert, dass Masterpläne und kommunale Einzelhandelskonzepte von der Politik verbindlich umgesetzt werden. Weitere Aktivitäten des City-Marketings
- insbesondere zur Sicherung der Funktion der Stadtteilzentren - sind aber in der MEO-Region oftmals zusätzlich notwendig.

Politik und Verwaltung im Ruhrgebiet sollten eine gemeinsame politische Leitlinie und Strategie zur überregionalen Handels- und Stadtentwicklung für das Ruhrgebiet entwickeln, um die Städte für die Herausforderungen der nächsten Jahre vor allem vor dem Hintergrund des demographischen Wandels zu wappnen, aber gleichzeitig Spielräume für Investitionen bieten.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.