Slowenischer Botschafter im Gespräch mit Unternehmern

(PresseBox) (Frankfurt, ) S.E. Mitja Drobni?, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Republik Slowenien, ist am Donnerstag mit Vertretern der IHK Frankfurt am Main zusammengetroffen. Stefan Messer, Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main, hob die wachsende wirtschaftliche Bedeutung des südosteuropäischen Staates hervor. "Die ökonomischen Beziehungen zwischen Slowenien und Deutschland haben sich seit dem Beitritt Sloweniens zur Europäischen Union intensiviert. Deutschland ist für Slowenien der wichtigste Handelspartner. Ein Viertel aller slowenischen Exporte gehen nach Deutschland. 20 Prozent der Importe kommen aus der Bundesrepublik."

Drobni? sagte bei seinem Antrittsbesuch als Botschafter in Frankfurt: "Ich will Slowenien nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch im wirtschaftlichen Herz Deutschlands vertreten." Er traf sich mit Unternehmern der Region FrankfurtRheinMain, um für Slowenien als Wirtschaftsstandort zu werben. "Ich ermuntere besonders mittelständische Unternehmen, sich in den Branchen Maschinenbau sowie elektrische, chemische und pharmazeutische Industrie zu engagieren", rief Drobni? den Unternehmern zu.

Als größten Standortvorteil Sloweniens sieht Drobni? die günstige Lage zwischen Balkan, Osteuropa und den Alpenländern. "Slowenien ist durch gute Verkehrswege mit seinen Nachbarstaaten verbunden. Viele Unternehmen nutzen das Land als Sprungbrett in die Staaten des Balkans". Drobni? sprach sich in diesem Zusammenhang für die Aufnahme Kroatiens in die EU aus. Zunächst müsse allerdings die Frage des Grenzverlaufs zwischen Slowenien und Kroatien geklärt werden.

Weitererhin diskutierten die Teilnehmer des Gesprächs die globale Wirtschaftskrise, von der auch das stark exportabhängige Slowenien getroffen ist. "Ich bin überzeugt, dass Slowenien mit seinen gut ausgebildeten Fachkräften und seiner industriellen Tradition eine schnelle Markterholung erfahren wird und langfristig gute Wachstumsperspektiven bietet", sagte Messer. Messer, selbst in Slowenien als Unternehmer tätig und Honorarkonsul des Landes, beschäftigt an zwei slowenischen Standorten mehr als 100 Mitarbeiter und erwirtschaftet jährlich rund 15 Mio. Euro. Die Messer Gruppe ist in Slowenien Marktführer für Industriegase.

Dr. Jürgen Ratzinger, Geschäftsführer International der IHK Frankfurt am Main, erklärte im Anschluss an das Gespräch: "Deutschland ist der drittgrößte ausländische Investor in Slowenien. Die Aufgabe der IHK Frankfurt am Main ist es, Unternehmen bei der Erschließung neuer Absatzchancen weltweit zu unterstützen." Dr. Ratzinger kündigte für das erste Halbjahr 2010 einen "Unternehmertag Slowenien" in der IHK Frankfurt am Main an.

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