Konjunkturumfrage Frühsommer 2010: Aufschwung verfestigt sich

IHK-Geschäftsklimaindikator steigt auf 118 Punkte

(PresseBox) (Frankfurt, ) "Der Konjunkturaufschwung im IHK-Bezirk Frankfurt am Main verfestigt sich", sagt Dr. Hubertus Hille, Chef-Volkswirt der IHK Frankfurt am Main. Der IHK-Geschäftsklimaindikator liegt aktuell bei 118 Zählern (ein Stand von 100 Punkten spiegelt die Balance zwischen positiver und negativer Grundstimmung in der Wirtschaft wider). Dies ist ein Anstieg von elf Punkten gegenüber der letzten Umfrage zu Jahresbeginn. Dies ist das Ergebnis der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage Frühsommer 2010 unter 2.600 Unternehmen.

Die Unternehmen im IHK-Bezirk Frankfurt am Main schätzen sowohl ihre momentane Geschäftslage als auch den Verlauf ihrer Geschäfte in den kommenden Monaten positiver ein als noch zu Jahresbeginn. Derzeit sehen sich rund 30 Prozent in einer guten Lage, lediglich rund 14 Prozent bewerten ihre gegenwärtige Lage als "schlecht". Zu Jahresbeginn klagte noch jedes fünfte Unternehmen über schlechte Geschäfte. Auch die Geschäftserwartungen haben sich mittlerweile wieder aufgehellt: 34 Prozent der Unternehmen erwarten eine Verbesserung ihrer Geschäfte im weiteren Jahresverlauf, nur 15 Prozent rechnen mit einer schlechteren Entwicklung.

Anhaltend optimistisch zeigt sich die Branche der Dienstleister im IHK-Bezirk. In der Industrie mehren sich wieder die Aufträge. Dementsprechend steigt auch hier die Stimmung abermals deutlich an - insbesondere bei den Vorleistungsgüterproduzenten. Auch die Verkehrswirtschaft profitiert von dieser Entwicklung. Im Einzelhandel sieht man wieder zuversichtlicher in die Zukunft als noch zu Jahresbeginn. Hierzu trägt das derzeit stabile Konsumklima bei.

Die Exportwirtschaft blickt trotz Turbulenzen in der EU zunehmend optimistisch auf den weiteren Jahresverlauf. Der IHK-Exportindikator steigt erneut stark an und liegt aktuell bei rund 26 Zählern (Umfrage Frühsommer 2009: - 41,5 Zähler). Dabei rechnet momentan ein Drittel der Unternehmen mit zunehmenden Ausfuhren. Im Frühsommer 2009 waren dies lediglich rund acht Prozent. Hier profitiert der IHK-Bezirk sowie auch Deutschland insgesamt vom Aufschwung in vielen Regionen der Welt.

Der Arbeitsmarkt im IHK-Bezirk Frankfurt am Main hat sich in den Krisenmonaten robust gezeigt. "Die Unternehmen haben verstanden, wie stark sie der drohende Fachkräftemangel betreffen wird. Anders als bisher in Krisenzeiten, haben die Unternehmen versucht, ihre Fachkräfte trotz hoher Kosten im Unternehmen zu halten. Die Suche nach guten Fachkräften wird sich künftig schwieriger gestalten", sagt Dr. Hille. Aktuell gewinnen die Beschäftigungsplanungen der regionalen Unternehmen wieder an Dynamik. Momentan gibt jedes fünfte Unternehmen an, in den kommenden Monaten weiter Personal aufbauen zu wollen. Über 65 Prozent wollen die Zahl der Beschäftigten konstant halten. Insbesondere die Unternehmen im Verkehrsgewerbe und Dienstleistungsbereich wollen vermehrt Arbeitskräfte einstellen. Die Dienstleister bleiben also auch 2010 der Job-Motor der Region. Rund 24 Prozent planen zusätzliche Einstellungen.

Mit Blick auf die Kreditkonditionen zeigt sich: Eine Kreditklemme ist gegenwärtig nicht erkennbar. Über 70 Prozent der Unternehmen berichten von gleich gebliebenen Bedingungen.

Bei den Investitionsplanungen zeichnet sich zwar die zunehmend bessere Stimmung der Wirtschaft ab - der IHK-Investitionsindikator liegt seit Frühsommer 2008 erstmals mit knapp fünf Zählern wieder im positiven Bereich - jedoch sind die Unternehmen mit ihrer Planung nach wie vor zurückhaltend. Hier machen sich die noch nicht wieder voll ausgelasteten Kapazitäten bemerkbar. Immerhin 24 Prozent der regionalen Unternehmen wollen in den kommenden Monaten verstärkt investieren, knapp 19 Prozent hingegen rechnen mit weniger Investitionsmöglichkeiten im Unternehmen.

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