IHK hilft Mittelstand aus der Wirtschaftskrise

Beratungsangebot zu staatlichen Konjunkturpaketen

(PresseBox) (Frankfurt, ) Die IHK Frankfurt am Main hilft ihren Mitgliedsunternehmen mit einem umfassenden Beratungspaket, Wege aus der größten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten zu finden. Als zentrale Anlaufstelle gibt sie Auskunft über Förderinstrumente zu den staatlichen Konjunkturpaketen und vermittelt die richtigen Ansprechpartner.

"Viele Unternehmer stehen angesichts der verschiedenen Maßnahmen der Konjunkturprogramme sprichwörtlich wie der 'Ochs vorm Berg'. Mit dem Beratungsangebot trägt die IHK die einzelnen Konjunkturstützungsmaßnahmen an betroffene Unternehmer heran. Die Kammer informiert, welche Maßnahmen im Einzelfall greifen und trägt dazu bei, dass die bereit gestellten Gelder aus den verschiedenen Fördertöpfen auch hier in der Region abgerufen werden und hier ansässigen Unternehmen helfen", sagt Dagmar Bollin-Flade, Vizepräsidentin der IHK Frankfurt am Main.

Im Zentrum des Beratungsangebotes steht die Veranstaltunsreihe "Wege aus der Vertrauenskrise - Gibt es eine Kreditklemme bei der Mittelstandsfinanzierung?". In verschiedenen Orten des IHK-Bezirks Frankfurt am Main werden Unternehmerinnen und Unternehmer über die Nutzung der Bürgschaftsprogramme der KfW Bankengruppe und der Bürgschaftsbank des Landes informiert. Die Veranstaltungen zeigen auch, welche Maßnahmen kurz- und mittelfristig greifen, um Liquiditätsengpässe zu überwinden. Die Auftaktveranstaltung findet am 5. März 2009 um 18.00 Uhr im Kreishaus in Hofheim statt.

"Mit der Veranstaltung in Hofheim geben wir den Startschuss zu einer Reihe von In-formationsabenden für krisengeschüttelte Unternehmen. Unternehmer können direkt mit Vertretern der Öffentlichen Hand und Banken ins Gespräch kommen und sich über den sachgemäßen Einsatz der Förderinstrumente austauschen", sagt Hans-Joachim Reinhardt, Geschäftsführer Starthilfe und Unternehmensförderung der IHK Frankfurt am Main.

Neben den Informationsveranstaltungen bietet die IHK Frankfurt am Main persönli-che Beratung durch ein fünfköpfiges IHK-Konjunkturhilfen-Krisenteam sowie laufend aktualisierte Sonderseiten im Internet an.

Das IHK-Konjunkturhilfen-Krisenteam, in dem Experten der Themengebiete Finanzierungshilfen, Existenzsicherung, Entwicklungsvorhaben, Krisenprävention und Rechtsberatung vertreten sind, informiert über die Vielzahl von Förderungsinstrumenten und Beratungshilfen. Es ist telefonisch unter 069 2197-1201 sowie per Mail (konjunktur.hilfe@frankfurt-main.ihk.de) erreichbar.

Auf der Internetseite www.frankfurt-main.ihk.de/konjunkturpakete können sich Unternehmer einen Überblick zu Kurzarbeitergeld, Investitionen der öffentlichen Hand, degressiver Abschreibung und Sonderabschreibungen für kleine und mittelständische Unternehmen sowie dem Sonderprogramm Betriebsmittelbürgschaften für Hessen verschaffen. Weiterhin finden sich Informationen zum gemeinsam von KfW Bankengruppe und IHK durchgeführten Krisenpräventionsinstrument "Runder Tisch".

Mit den Konjunkturpaketen wurden Instrumente zur Stärkung der Wirtschaft auf den Weg gebracht. Nun muss dafür gesorgt werden, dass bei der Vergabe von Mitteln der Konjunkturpakete mittelständische Unternehmen umfassend berücksichtigt werden. Die einzelnen Rettungsschirme und Programme zur Stützung der Konjunktur nützen derzeit vor allem den großen oder den kleinen Unternehmen. Einige Programme, z.B. der Banken-Rettungsschirm und die Hilfen für die Automobilindustrie, sind nur auf spezielle Sektoren der Wirtschaft zugeschnitten. Auch die Investitionen in Infrastruktur stützen vornehmlich die Bauwirtschaft und das Handwerk.

"Der breite Mittelstand profitiert derzeit nur indirekt von den Instrumenten zur Kon-junkturbelebung. Die mittelständischen Unternehmen dürfen sich aber nicht nur im Kielwasser der staatlich gestützten Großunternehmen bzw. der kleinen Betriebe be-wegen. Deshalb brauchen wir ein Mittelstands-Monitoring, das den Mittelstand - das Rückgrat der deutschen Wirtschaft - wieder stärker in den Blick nimmt", sagt Bollin-Flade. Das Monitoringsystem sollte punktuell und zeitnah untersuchen, wie sich der Mittelstand im Rahmen der konjunkturellen Gesamtentwicklung verhält. "Dieses Mo-nitoring muss schnellstmöglich von der Bundesregierung angestoßen werden. Ich werde dafür werben, dass auch die Industrie- und Handelskammern für die Umset-zung bereit stehen."

In einem ersten Schritt ist dafür zu sorgen, dass Aufträge aus den Konjunkturprog-rammen in großem Umfang an den Mittelstand vergeben werden. "Die Formel muss lauten: 'Weniger Bürokratie, rasche Entscheidungen, schnelle Hilfe'. Nur so kann der Mittelstand seiner Funktion als wichtigste Stütze des Arbeitsmarkts in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld nachkommen. Die Mittel aus den Investitionen der öffentlichen Hand müssen ausreichend bei den Mittelständlern ankommen", appelliert Bollin-Flade.

Zum Jahresbeginn 2009 hat sich die Stimmung des regionalen Mittelstandes mit der Abkühlung der Weltwirtschaft deutlich eingetrübt. "Der Anteil der Unternehmen, die ihre aktuelle Geschäftslage als 'schlecht' bewerten, überwiegt die positiven Antworten. Die kommenden Monate sehen die mittelständischen Unternehmen überwiegend skeptisch. Ein Großteil der Unternehmen hat seine Investitionsplanungen deutlich nach unten korrigiert", sagt Dr. Hubertus Hille, Chefvolkswirt der IHK Frankfurt am Main.

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