CSR im Unternehmen: IHK Frankfurt zeigt wie es geht

(PresseBox) (Frankfurt, ) Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und nachhaltig wirtschaften - Für Unternehmen, die auf diese beiden Prinzipien bauen, ergeben sich nicht nur Pflichten, sondern auch die Chance auf Fortschritt. Die enorme Bedeutung der Corporate Responsibility-Strategie für Unternehmen nahm die IHK Frankfurt am Main gemeinsam mit Unternehmensvertretern in ihrer Veranstaltung "Verantwortung und Nachhaltigkeit: Unternehmenserfolg langfristig sichern" am Donnerstag Abend näher unter die Lupe.

"Die IHK Frankfurt am Main will bewusst eine Entwicklung der Corporate Responsibility-Strategie (CSR) betreiben und ihren Blick auf die Implementierung von CSR richten", sagte Detlev Osterloh, Geschäftsführer Innovation und Umwelt der IHK Frankfurt am Main, bei der Begrüßung. Denn schließlich habe ein konsequent umgesetztes CSR einen hohen Einfluss auf den Wert eines Unternehmens. Dabei sei ein Wertefundament im Unternehmen, dass von allen gelebt wird, die Grundlage für nachhaltiges Wirtschaften. Marcus Lübbering, Vorsitzender der Academie Kloster Eberbach, betonte jedoch: "Werte dürfen nicht absolut genommen werden. Welcher der wichtigere ist, entscheidet sich je nach Situation immer wieder aufs Neue."

Er unterstrich zugleich, dass Unternehmen und Führungskräfte diesen Handlungsspielraum brauchen, um sich der Herausforderung des CSR stellen zu können.

Gesellschaftliche Werte finden sich auch in der hessischen Nachhaltigkeitsstrategie wieder, die von Renate Labonté, Leiterin des Referats Umweltpolitik beim Landesministerium, vorgestellt wurde. Sie machte deutlich, dass sich das Thema Nachhaltigkeit auch im Bewusstsein der Bürger verankert hat. "Die Bürger wollen keinen Wachstum um jeden Preis. Der Umweltschutz und der soziale Ausgleich sind den Menschen wichtig." Das Land Hessen wird dieser Entwicklung mit seiner hessischen Nachhaltigkeitsstrategie gerecht, die in vielen verschiedenen Projekten zum Ausdruck kommt. Für die erfolgreiche Umsetzung des CSR rät Labonté drei Punkte zu beherzigen: "Das Thema Nachhaltigkeit sollte Chefsache sein. Hohe Bedeutung haben darüber hinaus die Faktoren Glaubwürdigkeit sowie Akzeptanz und Einbindung der Mitarbeiter."

Dass Werte sich dauerhaft im unternehmerischen Handeln verankern lassen, zeigten die zahlreichen Praxisbeispiele. Rolf Heimann, Leiter Innovation und Ökologie der Hess Natur-Textilien GmbH, gab dazu einen transparenten Einblick in die Erfüllung ökologischer und sozialer Standards entlang der Liefer- und Prozessketten. Der Experte für Textilökologie erklärte dazu: "Wir haben das Prinzip der Nachhaltigkeit in unserem Unternehmen auf vier Säulen aufgebaut: Ökologie, Sozialstandards, fairer Handel und nachhaltige Produktion. So schaffen wir eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie."

Zum Erfolg einer gute Nachhaltigkeitsstrategie gehöre außerdem, dass "Manager Verantwortung übernehmen, als wäre es der eigene Betrieb", sagte Oliver Wittstock, Manager Qualität und Nachhaltigkeit der Grundfos Pumpenfabrik GmbH. 2006 hatte Grundfos mit der Umsetzung seiner Managementsystematik nach dem EFQM-Modell für Excellence den 2. Preis beim Ludwig-Erhard-Preis, dem deutschen Qualitätspreis, erhalten.

Wie Unternehmen die gesellschaftlichen Belange in die eigene Nachhaltigkeitsstrategie grundsätzlich einbinden können, erläuterte Thomas Merten, Geschäftsführer der Trifolium Beratungsgesellschaft mbH, anhand verschiedener Ansätze. "Nachhaltigkeitsaktivitäten setzen am besten direkt am Kerngeschäft an." Die Entwicklung des klassischen Unternehmenswertes zum nachhaltigen Unternehmenswert hänge insbesondere von der Einbindung der Interessengruppen, wie Kunden, Lieferanten, Nachbarn, Politik oder Jugendlichen ab. Dadurch ergäben sich Mehrwerte und Innovationen, so dass Merten als Fazit zog: "Nachhaltigkeit ist, wenn nachher mehr da ist als vorher."

Das Symposium fand in Kooperation mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ), dem Regionalen Zentrum Hessen/Rheinland-Pfalz der Internationalen Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWEnt gGmbH) und dem Wirtschaftskreis Hessen/Rheinland-Pfalz der Carl Duisberg Gesellschaft e.V. statt.

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