Wachsender Optimismus in der Chefetage

(PresseBox) (Erfurt, ) Es ist schon eine dicke Überraschung: nicht wenige Ökonomen hatten mit einer leichten Eintrübung gerechnet, doch die Reihe der positiven Konjunkturmeldungen reißt nicht ab. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im August erneut gestiegen - auf den höchsten Wert seit mehr als drei Jahren.

"Das sind wirklich Superzahlen. Die Wirtschaft strotzt nur so vor neuem Selbstbewusstsein", kommentiert Erfurts IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser den aktuellen Konjunkturverlauf. Der Aufschwung erweise sich als erstaunlich stabil. "Die Geschäfte laufen wirklich gut, die Industrie ist in die erste Liga zurückgekehrt".

Der IHK-Chef glaubt auch nicht, dass den Unternehmen in den nächsten Monaten die Luft ausgeht. Im Gegenteil: Der Aufwärtstrend gewinne an Breite und erfasse immer mehr Wirtschaftszweige. So hätten die Auftragseingänge in der Thüringer Industrie im ersten Halbjahr um mehr als ein Viertel zugelegt. "Die roten Zahlen werden allmählich wieder schwarz und auch die Prognosen sind fast durchweg positiv", bringt es Grusser auf den Punkt.

Das hohe Wirtschaftswachstum werde bisher maßgeblich von den exportorientierten Unternehmen getragen. Etliche Firmen würden bereits an der Kapazitätsgrenze arbeiten, Gewinnsprünge melden und nach Fachkräften suchen. So liefen die Geschäfte bei den Autobauern, ihren Zulieferbetrieben sowie im Maschinenbau wieder auf Hochtouren.

"Und auch am Thüringer Arbeitsmarkt wird sich der konjunkturelle Aufwind fortsetzen", zeigt sich Grusser zuversichtlich. Hier sieht er aber noch Reserven: Immerhin hätten im Herbst 2008 fast 7.000 Beschäftigte mehr auf den Gehaltslisten der größeren Industriebetriebe gestanden.

"Die Risiken im weiteren Jahresverlauf liegen vor allem in der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung wichtiger Außenhandelspartner. In etlichen europäischen Ländern werden die Konjunkturpakete durch harte Sparpakete abgelöst. Dies dämpft die Nachfrage", so der IHK-Hauptgeschäftsführer. Die weitere Erholung der Wirtschaft wäre aber dadurch nicht gefährdet, auch wenn die Auftragseingänge aus dem Ausland etwas an Dynamik verlieren. Allerdings sei bei allem berechtigten Optimismus das momentane Erholungstempo kaum zu halten. Doch auch geringere Wachstumsraten könnten den positiven Trend nicht mehr stoppen.

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