Deutschlandstipendien

IHK kooperiert künftig eng mit FH Nordhausen und Universität Erfurt

(PresseBox) (Erfurt, ) Heute (14. Dezember) unterzeichneten die Spitzenvertreter der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, der Fachhochschule (FH) Nordhausen und der Universität Erfurt eine Vereinbarung zur verstärkten Zusammenarbeit. Kern des neuen Kooperationsvertrages ist die Finanzierung von 30 Deutschlandstipendien durch die Kammer. Begabte Studenten erhalten demnach für zunächst 2 Semester (1 Jahr) einen Studienzuschuss von 300 Euro pro Monat.

"In Bildung investieren, junge Talente fördern, den Fachkräftenachwuchs sichern - mit dem Deutschlandstipendium können diese Ziele in die Tat umgesetzt werden", unterstreicht IHK-Präsident Dieter Bauhaus.

Seit dem Sommersemester 2011 gewähre die Bundesregierung einen monatlichen Zuschuss von 150 Euro für junge Talente, vorausgesetzt, es finden sich Stiftungen, Vereine, Institutionen, Betriebe oder Bürger, welche weitere 150 Euro dazugeben.

"Die Unternehmer der IHK Erfurt unterstützen die FH Nordhausen und die Universität Erfurt im kommenden Jahr mit insgesamt 30 Stipendien", verweist IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser auf den kürzlich gefassten Vollversammlungsbeschluss der Kammer. Davon würden zunächst 20 auf die FH Nordhausen und 10 auf die Uni Erfurt entfallen. Über eine Weiterführung der Förderung entscheide die IHK dann im kommenden Jahr.

Dem Beschluss vorausgegangen seien mehrere Gespräche mit den Hoch-schulen zur Einbeziehung der regionalen Wirtschaft in das Stipendienprogramm.

"Die mittelständisch geprägte Wirtschaftsstruktur mit einer starken und leistungsfähigen IHK legt eine Zusammenarbeit natürlich nahe", erläutert Prof. Dr. Jörg Wagner, Präsident der FH Nordhausen. Durch die langjährige Zusammenarbeit und auch dem Anspruch der Fachhochschule Nordhausen, in erster Linie für die Unternehmen in Thüringen auszubilden, entstehe für beide Partner eine Win-Win-Situation. "Wir freuen uns sehr über das Engagement und die Unterstützung der IHK Erfurt", betont FHN-Präsident Wagner.

"Wir wollen eine enge Vernetzung zwischen der hiesigen Wirtschaft und den Hochschulen erreichen, aber auch den Bildungs- und Wissenschaftsstandort Thüringen insgesamt stärken", erhofft sich IHK-Präsident Bauhaus zahlreiche Impulse. Unternehmen biete es neben der gezielten Fachkräfteförderung vor allem die Chance, ihre Kontakte zu den Hochschulen zu intensivieren.

"Neben BAföG, Bildungsdarlehen und den Stipendien der Begabtenförderungswerke ist das Deutschlandstipendium eine weitere wichtige Säule der Studienfinanzierung", ist Prof. Dr. Kai Brodersen, Präsident der Universität Erfurt, überzeugt. Begabte und leistungsstarke Studierende könnten mit diesem Stipendium einkommensunabhängig gefördert werden. Über ein gesondertes Auswahlverfahren der Hochschulen würden die Stipendiaten dann in Abstimmung mit den Betrieben ausgesucht und für zunächst zwei Semester bezuschusst.

Nachrichtlich:

Schon im ersten Jahr könnte die gemeinsame Förderung rund 10.000 Studierenden in ganz Deutschland zugutekommen. Laut Bundesbildungsministerin Annette Schavan sollen mittelfristig bis zu acht Prozent aller Studierenden - das sind circa 160.000 - an deutschen Hochschulen vom Deutschlandstipendium profitieren. In der Förderung sieht das Bundesbildungsministerium einen wichtigen Aspekt für die Rekrutierung begabter und leistungsstarker Studienanfänger.

Obwohl erst seit diesem Jahr verfügbar, melden bereits zahlreiche Bildungseinrichtungen Interesse am Deutschlandstipendium an. Die Stiftung Universität Hildesheim hat bundesweit 400 Universitäten, Hochschulen und Kunsthochschulen befragt. 144 davon beteiligen sich an der neuen Initiative. Die Befürworter sehen darin ein geeignetes Mittel zur Förderung hochbegabter Studierender. Viele der befragten Hochschulen erhoffen sich außerdem eine bessere Vernetzung mit den Unternehmen der Region.

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