Bewerbermangel bremst regionale Wirtschaft

(PresseBox) (Cottbus, ) Die Zahl der Ausbildungsplätze, die aufgrund Bewerbermangels nicht besetzt werden konnten, ist im vergangenen Jahr in Südbrandenburg erneut gestiegen. Dies ist ein Ergebnis der bundesweiten DIHK-Ausbildungsumfrage, die im Februar 2010 durchgeführt wurde.

Bereits jeder dritte der befragten Ausbildungsbetriebe im Kammerbezirk der IHK Cottbus konnte 2009 nicht mehr alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen - im Vorjahr war es noch jedes vierte Unternehmen.

"Die Region Südbrandenburg ist damit besonders stark vom Bewerbermangel betroffen: Bundesweit leidet lediglich jeder fünfte Betrieb unter Besetzungsproblemen", sagt Dr. Wolfgang Krüger, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Cottbus. "Grund für diese Entwicklung ist der demografiebedingte Rückgang der Bewerberzahlen bei einem gleichbleibend hohen Angebot an Ausbildungsplätzen."

Die Zahl der Schulabgänger im Kammerbezirk Cottbus ist in den vergangenen fünf Jahren um fast die Hälfte geschrumpft (von 9.500 im Jahr 2005 auf 5.000 im Abgangsjahr 2010) - damit sinkt auch die Zahl der qualifizierten Lehrstellenbewerber. So geben acht von zehn Betrieben (78 Prozent) als Grund für die Nicht-Besetzung von Ausbildungsplätzen an, keine geeigneten Bewerbungen mehr zu erhalten.

Auch die mangelnde Ausbildungsreife vieler Schulabgänger macht den Unternehmen zu schaffen: Neun von zehn Betrieben stellen hier Defizite fest. Schlechte Noten stellt die Wirtschaft vor allem den sozialen Kompetenzen aus: Den größten Nachholbedarf sieht sie bei der Belastbarkeit sowie der Leistungsbereitschaft und Motivation der Jugendlichen.

Während die Bewerberzahlen sinken, bleibt die Zahl der Ausbildungsangebote stabil, wie die Umfrage belegt: Drei Viertel der befragten Unternehmen im IHK-Bezirk Cottbus planen, ihr Ausbildungsangebot im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr stabil zu halten oder sogar auszuweiten. Das Ausbildungsengagement liegt damit auf dem gleichen Niveau wie in den beiden Vorjahren. Die Befürchtung, die Wirtschafts- und Finanzkrise könne zu einem Einbruch bei den Ausbildungsplatzangeboten führen, hat sich somit nicht bestätigt.

Hintergrund:

Die DIHK-Ausbildungsumfrage wurde vom 3. bis 19. Februar 2010 durchgeführt. Mehr als 15.000 Ausbildungsbetriebe haben sich bundesweit an der Umfrage beteiligt. Die IHK Cottbus betreut zurzeit ca. 1.4000 Ausbildungsbetriebe und rund 140 Ausbildungsberufe.

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