Neue Masche des Geschäftsführerbetrugs

Die Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben warnt vor einer neuen Masche des Geschäftsführerbetrugs, von dem auch Unternehmen in der Region betroffen sind / Bekannt ist die Masche auch unter dem Begriff "CEO-Fraud" oder "Fake President"

(PresseBox) (Weingarten, ) „Ziel des dreisten Vorgehens ist es, mittels gefälschter Geschäftsführerdaten Transaktionen zu veranlassen und so an Unternehmensgelder zu gelangen. Auch regionale Unternehmen sind dieser neuen Betrugsmasche bereits zum Opfer gefallen“, erklärt Alexandra Zimmer, Referentin für Wirtschafts- und Arbeitsrecht bei der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK).

Zunächst wird versucht, auf dem einen oder anderen Weg Informationen über interne Zuständigkeiten in Unternehmen einzuholen. Dabei geben sich die Betrüger gerne als angebliche Kunden und Geschäftspartner aus oder nutzen soziale Medien und Netzwerke. Durch das Sammeln personenbezogener Daten, wie zum Beispiel die Vita und die Dauer der Betriebszugehörigkeit, erlangen die Betrüger gefährliches Wissen, das sie später zur Manipulation ihrer Opfer nutzen. Im Visier der Täter sind vor allem Daten – wie hausinterne Telefondurchwahlen oder persönliche E-Mail-Adressen – von Geschäftsführern von Unternehmen.

Wenn die Betrüger über genügend Informationen verfügen, geben sie sich gerne als Geschäftsführer oder andere zahlungsberechtigte Person des Unternehmens aus, die zum Beispiel mit einer gefälschten Rechnung einen Geldtransfer anweist. Die Buchhaltung des Unternehmens führt die falsche Transaktion aus, in dem Glauben, die eigene Geschäftsführung habe die Rechnung angewiesen. Als Begründung für die Überweisung und um möglichst hohe Summen zu ergaunern, gaukeln die falschen Geschäftsführer häufig einen bevorstehenden Firmenkauf vor.

Die IHK rät den Unternehmen, zu ihrem eigenen Schutz Mitarbeiter des Unternehmens dahingehend zu sensibilisieren, dass keine hausinternen Telefondurchwahlen oder persönliche E-Mail-Adressen der Geschäftsführung oder der Zahlungsberechtigten preisgegeben werden dürfen. Zudem sollten immer Plausibilitätsprüfungen durchgeführt werden, bevor sensible Daten an Dritte übermittelt werden. Seriöse Anrufer können sich zum Beispiel durch Angabe eines tatsächlich existierenden Aktenzeichens oder einer Rechnungsnummer legitimieren. In sozialen Netzwerken und Karriereportalen sollte restriktiv mit persönlichen Daten umgegangen werden. Dies gilt insbesondere für Mitarbeiter, die in leitender Funktion eines Unternehmens tätig sind oder über Zahlungsberechtigungen verfügen. Hilfreich sind Standards in Unternehmen, welche die Verfahrensweise bei atypischen und ungewöhnlichen Zahlungsaufforderungen beschreiben. Auch die Einführung eines Vier-Augen-Prinzips ist eine weitere geeignete Möglichkeit.

„Wenn Unternehmen in der Region betroffen und Opfer eines solchen oder ähnlichen Geschäftsführerbetrugs geworden sind oder weiterer Informationsbedarf besteht, dann können diese sich gerne an die Rechtsabteilung ihrer IHK wenden. Wir nehmen dann gegebenenfalls auch Kontakt mit dem Landeskriminalamt auf“, so Alexandra Zimmer (Kontakt: zimmer@weingarten.ihk.de, Telefon 0751 409107).

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