IHK-Auswertung: Kaufkraft aus der Region fließt stetig ab

Verkaufsflächen um zehn Prozent gewachsen

(PresseBox) (Aachen, ) Gute zehn Prozent der Kaufkraft bleiben nicht in den Kassen der Einzelhändler im Raum Aachen, sondern fließen in andere Regionen und in den Versandhandel. Das hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen jetzt ermittelt. Dem Ergebnis liegen die Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zugrunde. Schwacher Trost für die Einzelhändler: Auch in Nordrhein-Westfalen bleibt die Kaufkraft nicht zu 100 Prozent vor Ort. Bundesweit fließen 6,7 Prozent ab.

Freuen können sich allein die Einzelhändler in den Städten Aachen, Düren, Euskirchen, Herzogenrath, Kall, Niederzier und Würselen. Hier werden Umsätze erzielt, die höher sind, als die den Einwohnern zur Verfügung stehende Kaufkraft. Mit 259 Millionen Euro (+19,5 Prozent) hat Aachen die höchsten Zuflüsse.

Bemerkenswert ist die Zuwanderung in Kall. Der erzielte Umsatz von 154,8 Millionen Euro bedeutet ein Plus von 96 Millionen Euro (161,7 Prozent). In Düren sind es immerhin plus 110 Millionen (24,1 Prozent) und in Euskirchen plus 86 Millionen (29,7 Prozent). Erheblichen Zulauf kann auch Würselen mit 53 Millionen (26,1 Prozent) verbuchen. Im Plusbereich sind auch noch Herzogenrath mit zehn Millionen (3,9 Prozent) und Niederzier mit sieben Millionen (9,8 Prozent).

Die Liste der Kommunen, die Kaufkraft abgeben, führt Heinsberg mit verlorenen sieben Millionen Euro (-3,2 Prozent) an, dicht gefolgt von Monschau mit einem Minus von acht Millionen (-11,4 Prozent) und Hückelhoven mit einem Verlust von 10 Millionen (-5,6 Prozent).

Seit 2001 sind die Verkaufsflächen im Kammerbezirk nach Schätzungen der IHK insgesamt um mehr als zehn Prozent gewachsen. Dem steht jedoch ein zunehmend höherer Kaufkraftabfluss gegenüber. Er hat sich von 2001 bis 2009 mit insgesamt 705 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

"Die Ergebnisse der Auswertung zeigen, dass auf regionaler Ebene ein Flächenwachstum nicht zu mehr Umsatz führt," so IHK-Handelsexperte Reinhard Bey. "Der Konkurrenzkampf im Einzelhandel hat sich somit in den letzten Jahren weiter verschärft. Der Druck auf die Innenstädte ist gewachsen."

Ein florierender Handel in den Innenstädten sei jedoch von großer Bedeutung für die Stadtentwicklung. Ein großer Leerstand schade letztlich dem Image einer Stadt.

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