immatics schließt die Patientenrekrutierung in einer Phase-II-Studie gegen Nierenzellkrebs ab

Die Ergebnisse der Studie werden für 2010 erwartet

(PresseBox) (Tübingen, ) Die immatics biotechnologies GmbH gab heute den erfolgreichen Abschluss der Patientenrekrutierung in der Phase-II-Studie mit IMA901, einem therapeutischen Impfstoff gegen Nierenzellkrebs, bekannt. IMA901 ist der am weitesten entwickelte Produktkandidat in der Pipeline von immatics.

Insgesamt wurden für die Studie 68 Patienten rekrutiert, die zuvor nicht auf die gängigen Behandlungsmethoden angesprochen hatten (Zytokin- oder Tyronsinkinaseinhibitor-Therapie). Primäres Ziel der Studie ist die Bestimmung der so genannten disease control rate sechs Monate nach Behandlungsbeginn: Hierbei wird untersucht, ob die Vakzinierung das Tumorwachstum verlangsamen oder stoppen kann. Die Studie wird zentral durch ein unabhängiges Komitee ausgewertet. Endgültige Ergebnisse werden für Anfang 2010 erwartet.

"Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse dieser Studie", so Dr. Harpreet Singh, Chief Scientific Officer von immatics. "IMA901 ist der erste Produktkandidat, der auf Basis unserer XPRESIDENTTM-Plattform entwickelt wurde. Somit ist IMA901 unseres Wissens der erste Multi-Peptid-Krebsimpfstoff, bei dem vorab bestätigt wurde, dass die enthaltenen Peptide tatsächlich in Tumoren vorkommen."

Paul Higham, CEO von immatics, fügte hinzu: "Mit dem Abschluss der Patientenrekrutierung für unser am weitesten entwickeltes Produkt erreicht die Firma einen weiteren wichtigen Meilenstein. Hier zeigen sich unsere kontinuierlichen Fortschritte in der klinischen Entwicklung. Wenn die Studie gute klinische Ergebnisse erzielt, könnten wir auch frühere Stadien der Krankheit angehen. Dort besteht ein sehr hoher Bedarf für wirksame und gut verträgliche Therapien."

Über IMA901

IMA901 ist ein peptidbasierter therapeutischer Impfstoff. Er wurde eigens für die Behandlung des Nierenzellkarzinoms (RCC) entwickelt und besteht aus zehn vollsynthetischen tumor-assoziierten Peptiden (TUMAPs), die für den Nierenzellkrebs relevante Tumorantigene repräsentieren. Diese TUMAPs wurden auf Basis einer Analyse von primärem Tumorgewebe mittels der von immatics entwickelten immatics biotechnologies GmbH, Pressemitteilung 2. März 2009 Seite 2/2 Technologieplattform XPRESIDENTTM identifiziert. Dadurch wurde bestätigt, dass die Peptide tatsächlich auf natürlichen Tumoren vorkommen. Die Peptide wurden außerdem nach ihrer Fähigkeit ausgewählt, Effektorzellen des Immunsystems gegen das Nierenzellkarzinom zu aktivieren - also zytotoxische Zellen und T-Helferzellen.

Über die Studie

Es handelt sich um eine unverblindete, randomisierte, europäische Multizenter-Studie der Phase-II für Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom, die nicht auf die Erstlinienbehandlung mit Zytokinen (Interferon und/ oder Interleukin-2) oder Tyrosinkinaseinhibitoren (Sutent® oder Nexavar®) angesprochen haben. Die Studie untersucht die Wirksamkeit einer Zweitlinientherapie mit IMA901 und dem Immunmodulator GM-CSF. Außerdem soll geprüft werden , ob eine einmalige Gabe von niedrig dosiertem Cyclophosphamid (Endoxan®) vor der ersten Impfung zu einem verstärkten Ansprechen der Patienten auf IMA901 und GM-CSF führt. Primärer Endpunkt der Studie ist die Bestimmung der so genannten disease control rate sechs Monate nach der ersten Impfung. Die Auswertung des Tumorwachstums erfolgt zentral durch ein unabhängiges Komitee. Zu den sekundären Endpunkten gehören neben der Sicherheit auch die Messung von TUMAP-spezifischen Immunantworten und andere biologische Parameter. An der Studie nehmen 68 Patienten aus zehn europäischen Ländern teil. Endgültige Ergebnisse werden für Anfang 2010 erwartet.

immatics biotechnologies GmbH

immatics biotechnologies ist ein unabhängiges biopharmazeutisches Unternehmen, das aktive Immuntherapien gegen Krebs entwickelt. Die therapeutischen Impfstoffe von immatics basieren auf Kombinationen mehrerer tumor-assoziierter Peptide (TUMAPs), die das Immunsystem gezielt gegen Krebszellen stimulieren. Die am weitesten entwickelten Produktkandidaten - IMA901 zur Behandlung von Nierenzellkrebs sowie IMA910 gegen Darmkrebs - werden zurzeit in internationalen klinischen Phase II-Studien erprobt. Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen konnte in zwei Finanzierungsrunden Investitionen über 54 Millionen Euro Wagniskapital verzeichnen und beschäftigt an den Standorten Tübingen und München über 65 Mitarbeiter.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Website www.immatics.com

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