Röntgensysteme von Siemens geben Blick auf Lunge frei

Siemens integriert SoftView-Technologie von Riverain Medical

(PresseBox) (Berlin, ) Siemens hat seine digitalen Radiographie-Systeme mit einer Technologie erweitert, die bei Röntgenaufnahmen ein Weichgewebebild des Brustkorbs produziert. Die Bildgebungssoftware SoftView Enhanced Chest Imaging von Riverain Medical unterdrückt automatisch die Darstellung von Knochen, die üblicherweise die Sicht auf weiches Gewebe, wie die Lunge, verdecken. Dadurch kann der Arzt beispielsweise Lungenknoten mit größerer Sicherheit interpretieren. Weil für SoftView im Gegensatz zu vergleichbaren, herkömmlichen Dual-Energy-Technologien nur eine einzige Aufnahme des Brustkorbs notwendig ist, vermindern sich außerdem Strahlendosis und Bewegungsartefakte.

Beim Röntgenthorax, der Röntgenaufnahme des Brustkorbs, erschwert hartes Gewebe, wie die Rippen oder das Schlüsselbein, oft eine klare Beurteilung des Lungengewebes. Um die Sicht auf die Lunge zu verbessern, nutzen Radiologen bisher die Dual-Energy-Technologie. Dabei werden ein Bild mit niedrigem und ein Bild mit hohem Energiespektrum hintereinander aufgenommen. Der Arzt kann dann diese beiden Bilder verwenden, um das weiche Gewebe der Lunge besser zu visualisieren.

Damit der Arzt ein solches Weichgewebebild vom Brustkorb schneller und ohne zusätzliche Strahlendosis gewinnen kann, bietet Siemens nun die Technologie SoftView von Riverain Medical auf seinem neuesten digitalen Radiographie-System Ysio an. "Patientenpositionierung, Strahlendosis und Atembewegungen können die Interpretation eines Röntgenthorax zu einer Herausforderung machen. SoftView unterdrückt die Rippen und das Schlüsselbein auf dem Röntgenthorax, um selbst bei niedriger Bildqualität ein deutliches Bild zu liefern", erklärte Dr. Stephan Palmers vom Ghent University Hospital in Belgien, der schon mit der Technologie arbeitet. "Die Technologie von Ysio und SoftView zusammen bringt uns eine optimale Bildqualität."

SoftView ist im Paket mit Ysio aus einer Hand von Siemens erhältlich, kann aber auch als Upgrade für andere digitale Radiographiesysteme von Siemens konfiguriert werden. Die Software lässt sich leicht integrieren und erfordert keine Anpassung der klinischen Protokolle beim Röntgenthorax.

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