Wirtschaft kann offene Stellen nicht besetzen

BIHK-Umfrage: Betriebe beklagen Fachkräftemangel

(PresseBox) (München, ) Der Mangel an Fachkräften wird für die bayerische Wirtschaft zu einem immer größeren Problem. Zwei Drittel der Unternehmen in Bayern haben zumindest teilweise Schwierigkeiten, ihre offenen Stellen zu besetzen. Dies ergab eine Umfrage der bayerischen Industrie- und Handelskammern (BIHK). "Dass die Betriebe bereits zu Beginn des Aufschwungs den Fachkräftemangel so stark spüren, sollte ein großes Warnzeichen für Politik und Wirtschaft sein", sagte BIHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen. In den nächsten Jahren werde sich das Problem durch den demografischen Wandel noch verschärfen, so Driessen weiter.

Der BIHK-Chef forderte die Politik auf, das Fachkräfteproblem energisch anzugehen. So müssten benachteiligte Jugendliche fit für den Arbeitsmarkt gemacht und Beschäftigungshürden für ältere Arbeitnehmer beseitigt werden. Driessen sprach sich zudem für eine arbeitsmarktorientierte Zuwanderungspolitik aus, die auch kleinen und mittelständischen Unternehmen das Anwerben von ausländischem Fachpersonal erleichtert. Die Betriebe bestärkte der BIHK-Chef darin, das vorhandene Fachkräftepotenzial besser auszuschöpfen. Weitere Investitionen in Aus- und Weiterbildung sowie in Programme für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien der richtige Weg, so Driessen.

In der BIHK-Umfrage hatten 50 Prozent der 250 befragten Betriebe von Problemen berichtet, einen Teil ihrer offenen Stellen zu besetzen. Weitere 17 Prozent klagten über Schwierigkeiten bei jeder Jobvergabe. Nur 33 Prozent gaben an, ihren Mitarbeiterbedarf problemlos decken zu können.

Besonders fehlen den Betrieben Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung. In diesem Bereich berichten 59 Prozent der Unternehmen von Problemen, ihre Stellen zu besetzen. Bei Meistern und Fachwirten (56 Prozent), FH- und Bachelor-Absolventen (51 Prozent) und Master- und Universitätsabsolventen (47 Prozent) ist die Lage kaum besser. Wenig Schwierigkeiten gibt es lediglich beim Einstellen von Ungelernten: Hier berichten nur 19 Prozent der Betriebe von Engpässen.

Als Gegenmaßnahmen wollen die bayerischen Betriebe laut Umfrage vor allem ihr Weiterbildungsangebot verbessern (45 Prozent). Es folgen mehr Investitionen in Ausbildung (34 Prozent), in bessere Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf (34 Prozent) und mehr Beschäftigung älterer Arbeitnehmer über 55 Jahre (20 Prozent). Nur 13 Prozent versprechen sich bislang eine Entlastung durch das Anwerben von ausländischen Fachkräften.

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