IHK setzt sich für bessere Ausbildungsreife von Schulabgängern ein

Pilotprojekt "IHK-Sommercamp" für Hauptschüler gestartet

(PresseBox) (München, ) Mit dem Pilotprojekt "IHK-Sommercamp" zeigt die IHK für München und Oberbayern neue Wege auf, wie die Ausbildungsreife von Schulabgängern verbessert werden kann. Das Camp - ein dreieinhalbwöchiger Sommerkurs mit Unterricht und kreativer Freizeitgestaltung in einer Jugendbildungsstätte in der Oberpfalz - soll darauf aufmerksam machen, dass schulische und persönliche Defizite durch intensive Förderung gemindert werden können.

"Investitionen in die jungen Köpfe unseres Landes sind dringend notwendig", sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen auf einer Pressekonferenz. Er wies darauf hin, dass jedes Jahr rund 9.000 Jugendliche in Bayern die Schule ohne Abschluss verlassen. Sie haben damit geringe Aussichten auf einen Ausbildungsplatz, obwohl gleichzeitig immer mehr Betriebe ihre Lehrstellen mangels geeigneter Bewerber nicht besetzen können. "Wir müssen daher alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich und individuell fördern, damit sie ihr Bildungspotenzial voll ausschöpfen können", so Driessen.

Mit dem bayernweit ersten "IHK-Sommercamp" verfolgt die IHK für München und Oberbayern aktiv diesen Ansatz: In dem Pilotprojekt erhalten 32 Hauptschüler von 7 Münchner Hauptschulen die Chance, soziales Miteinander, Kreativität und Berufsvorbereitung intensiv zu üben. Die Schulen für das Pilotprojekt wurden gemeinsam mit dem Schulamt der Stadt München ausgewählt.

Eine Umfrage der IHK im Frühjahr 2009 hatte ergeben, dass 57 Prozent der befragten Betriebe wegen der mangelnden Ausbildungsreife von Bewerbern zögern, mehr Ausbildungsplätze anzubieten. Die Unternehmen beklagen vor allem Defizite im mündlichen und schriftlichen Ausdrucksvermögen der Bewerber sowie mangelnde Motivation und Leistungsbereitschaft. Das Nachwuchsproblem der Wirtschaft wird sich durch die demografische Entwicklung in der Zukunft zusätzlich verschärfen: Bis zum Jahr 2030 wird die Anzahl der Schulabgänger um knapp 20 Prozent zurückgehen.

Durchgeführt und pädagogisch begleitet wird das IHK-Sommercamp vom Institut für Schul- und Hochschulforschung der Leuphana Universität Lüneburg. Die Kosten für das Projekt teilen sich die IHK und die Agentur für Arbeit München.

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