Maritime Wirtschaft findet auch in Bayern statt

IHK Nord wirbt in Augsburg für die Maritime Wirtschaft

(PresseBox) (Augsburg/Hamburg, ) Mit rund 400.000 Beschäftigten und einem Umsatzvolumen von etwa 64 Milliarden Euro ist die Maritime Wirtschaft in Deutschland doppelt so groß wie das Kreditgewerbe oder die Mineralölindustrie. Ein Großteil der Wertschöpfung wird in Süddeutschland erbracht, wobei die Bedeutung der Maritimen Wirtschaft häufig unterschätzt wird. Ändern will dies die IHK Nord, der Zusammenschluss der 13 norddeutschen Industrie- und Handelskammern. Gemeinsam mit der IHK Schwaben fand dazu heute in Augsburg die Informationsveranstaltung 'Die nationale Bedeutung der Maritimen Wirtschaft' statt, an der auch Jochen Homann, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, teilnahm.

"Die Maritime Wirtschaft ist ein bundesweites Netzwerk und ein Wachstumsmotor für die deutsche Volkswirtschaft. Sie ist keine Exklusivangelegenheit der Küste, sondern bundesweit mit vielen Branchen eng verflochten", zeigte sich Frank Horch, Vorsitzender der IHK Nord, überzeugt. Denn zur Maritimen Wirtschaft gehören nicht nur die deutschen Seehäfen und die dort angesiedelte Industrie, sondern vor allem auch die im Süden beheimatete Schiffbauzulieferindustrie, die zukunftsträchtige Branche der Offshore-Windenergie ebenso wie die forschungsintensive Meerestechnik, der Maritime Tourismus, die Aquakultur oder die blaue Biotechnologie.

Deswegen forderte Horch den Aufbau eines bundesweiten Clusters 'Maritime Technologien': "Dies wäre ein wichtiger Schritt, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu steigern."

Dr. Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben, sagte: "Für einen Produktionsstandort wie Bayerisch-Schwaben ist die Anbindung an internationale Verkehre und damit eben gerade auch der Zugang zu den großen Seehäfen von elementarer Bedeutung. Deshalb freuen wir uns über diese wichtige Veranstaltung der Maritimen Wirtschaft, die uns zeigt, dass unsere Region für die Seehäfen ein wichtiges und attraktives Hinterland darstellt."

Schleswig-Holsteins Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr, Jost de Jager (CDU), betonte, die deutsche Exportstärke beruhe wesentlich auf einem offenen Tor zur Welt: "Unsere Seehäfen verbinden deutsche Unternehmen mit den Weltmärkten, sichern über Rohstoff- und Energieimporte den Produktionsstandort Deutschland und sorgen für nachhaltige Mobilität.

Zuverlässig erreichbare und leistungsfähige Seehäfen schaffen bundesweit Arbeitsplätze, weil Industrie und Handel im süd-, west- und ostdeutschen Raum auf einen kostengünstigen Zugang zu den Weltmärkten angewiesen sind."

In seinem Schlusswort fasste der IHK Nord-Vorsitzende Frank Horch die Kernforderungen zusammen, mit denen die Maritime Wirtschaft ihre tragende Rolle für die deutsche Volkswirtschaft weiter ausbauen kann:
- Deutschland solle eine Vorreiterrolle im Eintreten für offene Märkte und gegen protektionistische Tendenzen einnehmen.
- Politische Alleingänge auf deutscher oder europäischer Ebene bei Vorgaben zum maritimen Klimaschutz seien zu vermeiden.
- Die mit Offshore-Windparks verbundenen Hoffnungen auf nachhaltige Energieversorgung erfordern einen adäquaten Netzanschluss. Die hierfür anfallenden Kosten müssten im Sinne der Wettbewerbsgleichheit bundesweit umgelegt werden.
- Die Förderung maritimer und meerestechnischer Innovationen müsse weiter intensiviert werden, um die Innovationskraft des Sektors noch zu steigern.
- Um deutschen Unternehmen weiterhin schnell und kostengünstig mit den Weltmärkten zu verbinden, ist der anforderungsgerechte Ausbau der seewärtigen Zufahrten deutscher Seehäfen erforderlich. Das 'Nationale Hafenkonzept' der Bundesregierung muss zügig umgesetzt werden.
- Zur optimalen Nutzung der vorhandenen Infrastruktur müssten sich alle Beteiligten der Transportkette - Hafenwirtschaft, öffentliche Verwaltung, Spediteure und verladende Wirtschaft - am Motto 'Port 24/7' orientieren und eine Abfertigung sieben Tage die Woche jeweils 24 Stunden am Tag anstreben.

Ein Magazin mit ausführlichen Informationen zur 'Nationalen Bedeutung der Maritimen Wirtschaft' steht unter www.ihk-nord.de zum Download bereit.

IHK Lüneburg-Wolfsburg

Die IHK Nord ist ein Zusammenschluss 13 norddeutscher Industrie- und Handelskammern aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Sie vertreten mehr als 600.000 Unternehmen in Norddeutschland und stützen sich auf rund 20.000 ehrenamtlich engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer. Arbeitsschwerpunkte sind die Hafenwirtschaft, die maritime Technologie, die Verkehrsinfrastruktur, die Tourismuswirtschaft und die Industrie.

http://www.ihk-nord.de

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