Förderlücke mit pfiffiger Idee schließen

IHKs entwickeln Finanzierungsmodell für Innovationen kleiner und mittlerer Unternehmen

(PresseBox) (Lüneburg, ) Die Innovationskraft kleiner und mittlerer Unternehmen (KMUs) soll sich besser entfalten können. Darum haben die Industrie- und Handelskammern (IHKs) Lüneburg-Wolfsburg und Stade für den Elbe-Weser-Raum ein Finanzierungsmodell entwickelt, das KMUs helfen kann, technische Weiterentwicklungen planbar, bürokratiearm und sicher zu finanzieren. Es funktioniert fast wie ein Bausparvertrag und nutzt den Paragrafen 7g des Einkommensteuergesetzes, um Zahlungen auf ein Sonderkonto bei einer Bank steuerlich zu berücksichtigen.

"Gerade die Unternehmen unserer Region verdienen ihr Geld in erster Linie mit den vielen kleinen marktnahen Entwicklungen kontinuierlich und eng am Kunden", sagt Michael Zeinert, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg. Aber genau hier liege häufig das Problem. Gebe es für größere Forschungsvorhaben eine funktionierende Förderkulisse, so hätten KMUs immer wieder Probleme, die Weiterentwicklung ihrer Produkte zu finanzieren. "Die deutsche Wirtschaft lebt aber von den Innovationen im Tagesgeschäft", so Zeinert. Diese Projekte seien nur selten wirkliche Forschung, dafür aber immer dicht am nächsten Auftrag. "Hier müssen wir ansetzen: Wir brauchen eine planbare, bürokratiearme und sichere Finanzierung für die kontinuierliche Weiterentwicklung von Produkten in KMUs", fordert Zeinert.

Die IHK-Innovationsförderung hat dafür das Modell des Innovationssicherungssparens entwickelt. In Anlehnung an die Funktionsweise eines Bausparvertrags schließen Bank und Unternehmen einen Innovationssicherungsvertrag ab. Das Unternehmen spart über die vereinbarte Laufzeit einen festgelegten Betrag auf einem Sonderkonto an. Gleichzeitig erhält es eine Darlehenszusage zu festen Konditionen und eine steuerliche Förderung auf diese Summe. Die Steuerberaterkammer Niedersachsen setzt hier mit dem Vorschlag an, den Paragrafen 7g des Einkommensteuergesetzes zu erweitern, so dass die Zahlungen auf das Sonderkonto der Bank steuerlich berücksichtigt werden könnten. Der Paragraf 7g EStG arbeitet dann mit dem Prinzip der Steuerstundung. Sie schafft Liquidität und verbessert die Eigenkapitalausstattung.

Die IHKs möchten das Modell mit der Kreditwirtschaft der Region umsetzen und stellen es der Branche zurzeit vor. Die Volksbank Stade-Cuxhaven hat die Idee bereits aufgenommen. Sie finanziert auch ohne steuerliche Komponente Innovationen, um ein deutliches Zeichen für das Innovationssicherungssparen zu setzen. Der niedersächsische Sparkassenverband ist ebenfalls eingebunden.

IHK Lüneburg-Wolfsburg

Die IHK Lüneburg-Wolfsburg vertritt die Interessen von über 60.000 gewerblichen Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung. Die rund 100 Beschäftigten der IHK arbeiten gemeinsam mit über 2.500 ehrenamtlich in der IHK Engagierten für die Zukunftsfähigkeit unserer Region.


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