Aufschwung setzt sich fort

IHK Lüneburg-Wolfsburg legt regionalen Konjunkturbericht vor

(PresseBox) (Lüneburg, ) Zum fünften Mal in Folge hat sich das Wirtschaftsklima in der Region Lüneburg-Wolfsburg verbessert. Der Konjunkturklimaindikator über alle Branchen, den die IHK bei rund 270 Unternehmen ermittelt hat, stieg von 107 Punkten im Frühjahr auf 115 von 200 möglichen Punkten im Sommer 2010. Innerhalb eines Jahres hat sich die Stimmung der regionalen Wirtschaft vom Tiefstwert (80 Punkte) auf den höchsten Wert seit drei Jahren gedreht. "Das Vertrauen der Unternehmen in den Aufschwung wächst. Zwar haben Kapazitäten und Produktion das Niveau vor der Krise noch nicht wieder erreicht, aber der klare Aufwärtstrend hat sich verfestigt", erklärt Michael Zeinert, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg.

87 Prozent der befragten Unternehmen beurteilten ihre derzeitige Geschäftslage als befriedigend bis gut. Nur noch 13 Prozent zeigten sich unzufrieden. Das verarbeitende Gewerbe verbucht steigende Auftragseingänge, das Baugewerbe hat sich nach dem harten Winter wieder gefangen und auch der Handel zeigt sich zufrieden. "Die Industrie hat Fahrt aufgenommen und ihre Produktion wieder hochgefahren, davon profitiert die gesamte Wirtschaft", kommentiert Zeinert die Ergebnisse. Alle Hauptbranchen liegen jeweils über ihrem durchschnittlichen Stimmungswert der letzten 5 Jahre.

Die Industrie kommt immer besser in Fahrt. Um weitere 3 Punkte legte der Konjunkturklimaindex des verarbeitenden Gewerbes zu und stieg auf einen Wert von 117 Punkten. Fast jeder zweite Betrieb des verarbeitenden Gewerbes berichtet über steigende Auftragseingänge, lediglich 15 Prozent beklagten Auftragsrückgänge. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation somit komplett gedreht. Für die nächsten zwölf Monate erwarten 41 Prozent der Befragten eine sich weiter verbessernde Geschäftslage. Besonders der Export erweist sich dank des schwachen Euros als Zugpferd für die Industrie. 43 Prozent der exportierenden Betriebe rechnen mit wachsenden Auslandsgeschäften, lediglich 10 Prozent befürchten Rückgänge. Auch die Investitionsbereitschaft nimmt ausgehend von einem geringen Niveau zu, jeder vierte Betrieb plant Neuanschaffungen.

Der konjunkturelle Gewinner des 2. Quartals ist dementsprechend die Investitionsgüterindustrie, die von der Krise besonders stark betroffen war. Die gestiegene Investitionsbereitschaft im In- und Ausland bewirkt ein Auftragsplus bei 72 Prozent der Unternehmen. Der Klimaindex der Branche sprang so von 106 auf 118 Punkte. Die konjunkturell üblicherweise vorlaufende Vorleistungsgüterindustrie konnte ebenfalls große Teile der Auftragsrückgänge aufholen. 56 Prozent melden gestiegene Auftragszahlen, wodurch der Klimaindex von 111 auf 124 Punkte ansteigt. Der Wert für die Konsumgüterhersteller, die nahe am Einzelhandel agieren, ist dagegen von 121 auf 105 Punkte gefallen.

Nachdem sich das Baugewerbe im zweiten Quartal des Jahres langsam vom ungewöhnlich heftigen Winter erholt hat, stieg zum ersten Mal seit drei Quartalen auch die Stimmung. Der Konjunkturklimaindex der Branche stieg von 74 auf 80 Punkte. Im Vergleich zum Vorquartal waren die Auftragseingänge und die Reichweite vorhandener Aufträge der Baubranche jedoch wieder rückläufig.

Von der Wirtschaftkrise weniger betroffen als vielmehr durch die kalte Witterung zu Jahresbeginn hat auch der Einzelhandel mit Einsetzen des Sommers wieder Tritt gefasst. Die Kaufzurückhaltung zu Jahresbeginn ist überwunden, so dass 85 Prozent der Einzelhändler ihre Geschäftslage als zufriedenstellend bis gut bewerten. Auch in den nächsten 12 Monaten erwartet nur jeder vierte Betrieb eine Verschlechterung. Der Index der Branche stieg nach dem kurzfristigen Rückgang im Vorquartal wieder von 80 auf 100 Punkte an.

Der Großhandel konnte den rasanten Aufwärtstrend der letzten Quartale fortsetzen. Der Index für den Großhandel übertrifft mit einem Wert von 122 Punkten das Rekordergebnis vom Vorquartal um weitere sieben Punkte.

IHK Lüneburg-Wolfsburg

Die IHK Lüneburg-Wolfsburg vertritt die Interessen von über 60.000 gewerblichen Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung. Die rund 100 Beschäftigten der IHK arbeiten gemeinsam mit über 2.500 ehrenamtlich in der IHK Engagierten für die Zukunftsfähigkeit unserer Region.

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