IHK-Forum Gesundheitsmanagement: Faktor Wohlbefinden steigert Produktivität - Führungskräfte müssen Vorbild sein

(PresseBox) (Villingen-Schwenningen, ) Investitionen in das Wohlbefinden der Mitarbeiter können außerordentlich positive Effekte für das ganze Unternehmen haben. Diese Erkenntnis vermittelte das Forum "Gesundheitsmanagement als Unternehmensstrategie" im Rahmen des Demografieprojekts future 50+ der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg. Professor Dr. Bernhard Badura von der Universität Bielefeld zeigte, wie sich eine gute Personalführung unmittelbar auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der immer älter werdenden Belegschaften auswirkt. Unternehmen aus der Region berichteten, wie sie Gesundheitsmanagement konkret umsetzen und welche Erfolge sie damit erzielen.

"Unsere Studien zu den Grundlagen von Gesundheit und Unternehmenserfolg zeigen glasklare Ergebnisse", berichtete Badura den 80 Teilnehmern des Forums in der Kreissparkasse Rottweil. Eine hohe Akzeptanz der Vorgesetzten steigere das Wohlbefinden der Mitarbeiter. "Sie müssen das mittlere Management ins Boot holen ", betonte er. Gesundheit müsse ein Unternehmensziel werden, sonst sei die Gesundheitsförderung zum Scheitern verurteilt.

Je stärker das Zusammengehörigkeitsgefühl in einem Team, um so geringer sei das Ausmaß depressiver Verstimmungen im Betrieb, so Prof. Badura. Eine gute Konfliktkultur, in der sich Mitarbeiter ernst genommen fühlen, reduziere das Ausmaß von Krankheit. Investitionen in das Werte- und Sozialkapital eines Unternehmens und in das psychische Befinden der Mitarbeiter zahlten sich spürbar aus.

Ein Forschungsprojekt in einem mittelständischen Unternehmen mit 320 Beschäftigten habe seine Erkenntnisse bestätigt. Das Unternehmen habe 70.000 Euro in das Verhaltenstraining für Führungskräfte und in das Gesundheitsmanagement investiert. Innerhalb von drei Jahren habe dieser Betrieb seine Produktivität um 18 Prozent gesteigert. "Der Return on Invest lag bei 700.000 bis 800.000 Euro und wurde anhand der Fertigungskosten penibel gemessen", sagte Prof. Badura.

Wiederholt mahnte er, dass Unternehmen ihre Anstrengungen für Gesundheitsförderung und Wohlbefinden betriebswirtschaftlich messbar machen müssen. Badura: "Unfall- und Fehlzeitenstatistik sagen für sich allein gar nichts aus." Er wundere sich, dass den durchschnittlichen Kosten fürs Kranksein in Höhe von 3.000 Euro nur 4,50 Euro für Investitionen in Prävention und Gesunderhaltung gegenüberstehen.

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