Unternehmen lassen in Ausbildung kaum nach IHK: Umfrage macht Hoffnung auf gute Zahlen wie im Vorjahr

(PresseBox) (Emden, ) Trotz Konjunkturkrise wollen die meisten Unternehmen in Ostfriesland und Papenburg so viele Auszubildende einstellen wie im Vorjahr. Das ergab eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK), die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Danach planen 60 % der Betriebe mit einem gleich bleibenden Lehrstellenangebot, 15 % wollen sogar mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, 25 % werden hingegen ihr Angebot zurückfahren. "Das sind ähnliche Zahlen wie im Vergleichzeitraum 2008, so dass wir berechtigte Hoffnung haben, wieder ein so ein herausragendes Ergebnis bei den neuen Ausbildungsverträgen zu erreichen", sagten IHK-Präsident Manfred Wendt und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Reinhold Kolck. Insbesondere die größeren Betriebe mit mehr als 200 Mitarbeitern würden ihre Ausbildungskapazitäten noch einmal aufstocken.

"Wir müssen uns dennoch anstrengen, um die knapp 2.400 neuen Ausbildungsverträge aus dem Vorjahr wieder zu erreichen", betonte Wendt. Die starken Ausbildungsbranchen Handel und Gastronomie würden sich traditionell erst spät entscheiden. Zudem sei zu befürchten, dass einzelne etablierte Ausbildungsbetriebe durch den wirtschaftlichen Druck noch ausfallen könnten.

Den Betrieben sei aber bewusst, dass Einsparungen bei der Ausbildung nur das letzte Mittel seien. Von den meisten Betrieben wurde die Sorge um den Fachkräftenachwuchs durch die demographische Entwicklung als maßgeblich genannt, im Ausbildungsengagement nicht nachzulassen. Die konkreten Geschäftserwartungen spielen dagegen noch eine untergeordnete Rolle: Über 75 % gaben an, dass sie keinen oder nur einen "merklichen, aber keinen entscheidenden Einfluss" auf die Planung hätten. "Wer heute ausbildet, hat 2012 junge Fachkräfte - und bis dahin wird und muss die Krise überwunden sein", so Kolck.

Die Unternehmen in der Region bewegen sich nach IHK-Angaben im Landestrend. In Niedersachsen rechnen die IHK-Experten bislang auch noch mit einem vergleichbaren Ergebnis wie im Vorjahr. Bundesweit dürfte es aber erhebliche Verwerfungen geben. So erwartet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) insgesamt einen Rückgang bei den neuen Ausbildungsverträgen von fünf bis zehn Prozent. Allerdings würde auch die Zahl der Schulabgänger um mehr als vier Prozent schrumpfen. So könnten vielleicht wieder alle ausbildungswilligen und -fähigen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz finden.

An der Umfrage haben sich bundesweit 14.000 Unternehmen beteiligt, in Niedersachsen nahmen rund 1.100 Betriebe und im IHK-Bezirk Ostfriesland und Papenburg rund 100 Unternehmen teil.

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