IHK im Dialog mit Tourismuspolitikern

Ferienregelung und Mehrwertsteuersätze im Mittelpunkt

(PresseBox) (Emden, ) Zum Gedankenaustausch mit den tourismuspolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Fraktionen des Niedersächsischen Landtages trafen sich kürzlich die Mitglieder des Ausschusses für Tourismus, Hotel- und Gaststättengewerbe der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK). Unter dem Vorsitz von Johannes Pabst berieten die Unternehmer aus dem Tourismusgewerbe mit Vertreten von CDU, FDP, SPD und Bündnis90/Die Grünen im Plenarsaal der IHK vor allem über die Entzerrung der Ferientermine zwischen 2011 und 2017.

Die Unternehmer des Gastgewerbes sind unzufrieden damit, dass der Sommerferienzeitraum nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz bei nur rund 80 Tagen verharren soll. In 2014 soll er sogar nur 72 Tage umfassen. Dazu komme eine Überlappung mit dem für das hiesige Gewerbe wichtigen Quellmarkt Nordrhein-Westfalen von bis zu 27 Tagen.

Ein weiteres Gesprächsthema war die Einführung eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes für das Hotel- und Gaststättengewerbe. In 21 von 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gilt für das Beherbergungsgewerbe bereits ein reduzierter Steuersatz zwischen drei und zehn Prozent. In den benachbarten Niederlanden liegt der Satz bei sechs Prozent. Der hohe Satz von 19 Prozent in Deutschland führe zu einer Verzerrung des Wettbewerbs.

Zu Beginn der Veranstaltung verdeutlichte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Reinhold Kolck den Landespolitikern den Stellenwert des Tourismus in der Region. Im Hotel- und Gaststättengewerbe des IHK-Bezirks seien rund 7.000 Menschen in gut 3.000 Betrieben beschäftigt, die sich jedes Jahr um nahezu 1,8 Millionen Gäste kümmerten. Der Umsatz des Gewerbes belaufe sich auf etwas 500 Millionen Euro pro Jahr. Zudem zähle das Tourismusgewerbe zu den ausbildungsintensivsten Wirtschaftsbereichen. Kolck: "Jeder fünfte Ausbildungsplatz wird vom Hotel- und Gaststättengewerbe angeboten." Ausschussvorsitzender Pabst will das Gespräch mit den Tourismuspolitikern künftig regelmäßiger durchführen. "Ein Gespräch bringt mehr als tausend Briefe", so Pabst.

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