IHK: Wieder mehr Betriebe in Ostfriesland

Gründungsintensität ungebrochen

(PresseBox) (Emden, ) Auch im Krisenjahr 2009 war die Gründungsintensität in Ostfriesland ungebrochen. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK) lag die Zahl der Gewerbeanmeldungen in Ostfriesland im vergangenen Jahr wieder deutlich über der Zahl der Abmeldungen. Damit bestätigte sich die Einschätzung der IHK, die bereits im vergangenen Jahr trotz der Wirtschaftskrise nicht mit einem Einbruch bei den Unternehmensgründungen gerechnet hatte.

4.109 Betriebe wurden im vergangenen Jahr bei den Kommunen in der Region angemeldet. Abgemeldet wurden hingegen 3.554 Unternehmen. Per Saldo hat sich die Zahl der Betriebe somit um mehr als 550 erhöht. Zu Beginn dieses Jahres zählte allein die IHK gut 29.000 Mitgliedsbetriebe. "Das ist der höchste Stand überhaupt in der Geschichte unserer IHK", so IHK-Geschäftsführer Reinhard Hegewald. In den zurückliegenden 20 Jahren habe sich die Zahl der IHKzugehörigen Betriebe in Ostfriesland damit mehr als verdoppelt.

Innerhalb Ostfrieslands verlief die Entwicklung unterschiedlich. Der Landkreis Leer verzeichnete die höchste Gründungsintensität (101 Gründungen pro 10.000 Einwohner) vor dem Landkreis Wittmund (91), dem Landkreis Aurich (84) und der Stadt Emden (61). IHK-Gründungsberater Arno Ulrichs weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Gründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus in nicht unerheblichem Maße zu den Zahlen beigetragen haben. "Aus bundesweiten Erhebungen können wir ableiten, dass ein Großteil dieser Gründungen für die Inhaber wirtschaftlich gesehen eine erfolgreiche Kompensation des verlorenen Arbeitsplatzes darstellt. Darüber hinaus gibt es einzelne Gründungen aus der Arbeitslosigkeit, die zusätzliche Arbeitsplätze und Wertschöpfung nach sich ziehen." Die mit Abstand höchste Fluktuation mit mehr als eintausend An- und Abmeldungen gab es wieder im Handel. Aber auch im Gastgewerbe sowie im Dienstleistungssektor habe es viel Bewegung gegeben.

Bei den meisten Abmeldungen handelt es sich nach Angaben von Hegewald um "ganz normale" Betriebsschließungen. Sie beruhten häufig darauf, dass Betriebsinhaber aus Altersgründen aufgeben oder keine Nachfolger finden. Diese Aufgaben seien zwar schmerzlich, hinterließen aber in den meisten Fällen keine großen Schäden, so Hegewald. Anders verhalte es sich mit den 120 Insolvenzen im vergangenen Jahr. Diese Betriebe seien wegen Zahlungsunfähigkeit aus dem Markt ausgeschieden. Insolvenzen dürften deshalb mit den üblichen Gewerbeabmeldungen nicht verwechselt werden.

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