IHK warnt vor Rückschritt in der Hochschulpolitik

(PresseBox) (Flensburg, ) Mit großer Sorge um die Zukunft eines attraktiven Hochschulstandorts hat die IHK Flensburg auf Überlegungen der Kieler Haushaltsstrukturkommission reagiert, die Universität Flensburg auf eine Pädagogische Hochschule zu reduzieren und die wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge einzustellen.

"Bei allem Verständnis für die Sparzwänge, die dem Land aufgrund des Neuverschuldungsverbotes auferlegt worden sind, sollten übereilte bildungspolitische Maßnahmen unbedingt unterbleiben. Schließlich handelt es sich bei der Bildungspolitik um eine Saat, die mittel- bis langfristig angelegt ist und sich in der Zukunft auszahlen wird. Was vor zehn Jahren nach mühevoller Vorarbeit mit dem Status einer Universität begann, läuft nun Gefahr, mit einem Federstrich beseitigt zu werden", sagte IHK-Präsident Uwe Möser.

Sollte es tatsächlich zu einer solchen Entscheidung kommen, so wäre damit nach Auffassung der IHK eine Weichenstellung verbunden, die einer aus Sicht der regionalen Wirtschaft erforderlichen Gesamtkonzeption mit einer engen Kooperation von Universität, Fachhochschule Flensburg und Syddansk Universitet zuwiderlaufen würde.

Nach Ansicht von Möser hat das Netzwerk der drei Hochschulen im deutschdänischen Wirtschaftsraum nur mit den Wirtschaftswissenschaften der Universität Flensburg eine langfristige Perspektive. "Die Region braucht eine Stärkung und keine Schwächung von Wirtschaftswissenschaften und Technik an den Flensburger Hochschulen. Eine Weiterentwicklung der grenzüberschreitenden Hochschulkooperation setzt diese Stärkung voraus", so Möser weiter.

Die IHK Flensburg erarbeitet derzeit ein hochschulpolitisches Positionspapier, das alle notwendigen bildungs- und regionalpolitischen Forderungen für einen zukunftsfähigen Hochschulstandort beinhaltet. Das Papier soll am 5. Mai 2010 der IHK-Vollversammlung, dem höchsten Beschlussgremium der regionalen Wirtschaft, zur Verabschiedung vorgelegt werden.

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