IHK Flensburg: Flugplatz Schäferhaus hat für die Fördestadt große infrastrukturelle Bedeutung

(PresseBox) (Flensburg, ) Mit Besorgnis hat die Industrie- und Handelskammer zu Flensburg Überlegungen zur Zukunft des Flugplatzes Schäferhaus zur Kenntnis genommen, die am vergangenen Dienstag in der Sitzung des Hauptausschusses aus mehreren Fraktionen geäußert wurden. Nach Auffassung von IHK-Präsident Uwe Möser hat der Flugplatz für die Fördestadt große infrastrukturelle Bedeutung.

Der IHK-Präsident ist davon überzeugt, dass Flensburg mit der Schließung des Flugplatzes Schäferhaus einen wichtigen Standortfaktor verlieren würde. "Gerade größere Unternehmen sind für ihren Geschäftsreiseverkehr auf ein stadtnahes Flugfeld angewiesen", betont Möser, "nach Angaben des Flugplatzbetreibers waren von Januar bis Oktober dieses Jahres immerhin rund 2.700 Starts und Landungen in Schäferhaus gewerblich motiviert, das sind fast ein Viertel aller Flugbewegungen. Allein dieses Volumen zeigt, dass in der Region Flensburg sehr wohl Bedarf für einen Flugplatz besteht".

Eine Konkurrenz zwischen dem Weiterbetrieb des Flugplatzes Schäferhaus und den Überlegungen zur Neustrukturierung des Flughafens Sønderborg als binationalem Airport kann Uwe Möser nicht erkennen. "Sønderborg ist ein Verkehrsflughafen, der täglich im Linienverkehr bedient wird und auch größere Maschinen abfertigen kann", erläutert der IHK-Präsident, "diese Möglichkeit besteht in Schäferhaus nicht, hier geht es allein um die Bedienung des Firmenverkehrs mit kleinen Maschinen sowie um den Luftsport. Auf der anderen Seite ist die geographische Nähe des Flugplatzes Schäferhaus zum Flensburger Stadtzentrum ein Alleinstellungsmerkmal, das für Sønderborg in dieser Form nicht gegeben ist". Angesichts der unterschiedlichen Stärken beider Anlagen ist Uwe Möser davon überzeugt, dass Flensburg von einer langfristig orientierten Weiterentwicklung des Flughafens Sønderborg erheblich profitieren, dies den Weiterbetrieb des Flugplatzes Schäferhaus jedoch in keiner Weise ersetzen kann.

Nachdrücklich fordert der IHK-Präsident die Fraktionen der Flensburger Ratsversammlung dazu auf, ihre Diskussion sowohl über die Zukunft des Flugplatzes Schäferhaus als auch über eine mögliche binationale Struktur des Flughafens Sønderborg zu versachlichen und dabei die Interessen der Wirtschaft zu berücksichtigen. "Die Diskussion in der zurückliegenden Hauptausschusssitzung hat mich irritiert", sagt Möser. Besonders verwundert ihn, mit welchen Argumenten dabei über eine finanzielle Beteiligung der Stadt Flensburg an einem Interreg-Projekt zur Sondierung einer binationalen Struktur für den Flughafen Sønderborg debattiert wurde. "Wenn ein Ausschussmitglied dazu ausführt, die Chance, Schäferhaus und Jagel loszuwerden, sei ihm 10.000 Euro wert, dann fehlt mir dafür jegliches Verständnis. Eine solche Argumentation lässt jedwedes Interesse an den Unternehmen unserer Region, an der Bevölkerung, aber auch an der Weiterentwicklung der deutsch-dänischen Zusammenarbeit vermissen". Das dänische Interesse an einer binationalen Struktur für den Flughafen Sønderborg sei ein weiterer Schritt hin zur Schaffung eines grenzüberschreitenden Wirtschaftsraums von europäischem Format. "Wer eine solche Initiative aus Dänemark missbraucht, um aus seiner Sicht unliebsame Infrastrukturprojekte in Deutschland zu demontieren, gefährdet die Vertrauensbasis der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und damit die Zukunftsperspektiven unserer Region", resümiert Möser. Aus Sicht der Wirtschaft sei es dringend erforderlich, die Verkehrsinfrastruktur im Grenzland zu verbessern und weiterzuentwickeln, um die Region insgesamt für Unternehmensansiedlungen attraktiver zu machen.

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