IG Metall: Frauen dürfen nicht zu Verliererinnen der Krise werden

(PresseBox) (Emden, ) Angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise hat die IG Metall an Unternehmen und Politik appelliert, die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt nicht zu gefährden. "Wenn in schlechten Zeiten die Jobs knapper werden, sind Frauen oft die ersten, die gehen müssen. Ziel muss sein, die Krise mit allen Beschäftigten zu überstehen", sagte IG Metall-Vorstandsmitglied, Helga Schwitzer, anlässlich einer Veranstaltung zum Internationalen Frauentag am Sonntag in Emden.

"Frauenpolitik ist kein Luxusthema für gute Zeiten", sagte Schwitzer. Die Politik sei gefordert, einer Verschärfung bestehender Diskriminierungen vor allem in der Krise entgegen zu wirken. "Wir brauchen ein gleichstellungspolitisches Sofortprogramm. Frauen dürfen nicht zu Verliererinnen der Krise werden", forderte Schwitzer. Sie hob hervor, dass Frauen- und Gleichstellungspolitik mehr erfordere, als die bisher von der Bundesregierung betriebene Familienpolitik. Das werde die IG Metall im Vorfeld der Bundestagswahl zum Thema machen.

Die Unternehmen seien gefordert, Entgeltgleichheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie gleiche Karrierechancen zu fördern. Der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern zeige deutlich, dass die betriebliche Realität noch weit entfernt von wirklicher Gleichstellung sei. Das Einkommen von Frauen liege noch immer 23 Prozent unter dem der Männer und der Unterschied habe sich 2008 im Vergleich zu den Vorjahren noch vergrößert. Damit rücke Deutschland im europäischen Vergleich immer weiter nach hinten. Die IG Metall setze sich für eine Gleichstellungspolitik ein, die "Gute Arbeit, gutes Leben, gute Zukunft" zum Inhalt habe, sagte Schwitzer. Gleichstellungspolitik bedeute: Gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit, berufliche Chancengleichheit sowie ein eigenständiges, Existenz sicherndes Einkommen für Frauen. Unerlässlich seien zudem Arbeitszeiten, die sich an den Bedürfnissen der Beschäftigten orientierten, eine eigenständige Absicherung von Frauen in den Sozialsystemen sowie ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft.

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