IG Metall will Flächentarifvertrag im Metallhandwerk verteidigen

(PresseBox) (Hannover, ) Die IG Metall in Niedersachsen will die Tarifverträge im Metall verarbeitenden Handwerk gegen die Angriffe der Arbeitgeberseite verteidigen. Damit reagiert die Gewerkschaft auf die Kündigung von Tarifverträgen durch die Arbeitgeber und den Versuch, die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu verschlechtern. Die Arbeitgeberseite will zum Beispiel die Arbeitszeit unbezahlt verlängern, Urlaubsanspruch und Urlaubsgeld kürzen und die Sonderzahlung („Weihnachtsgeld“) verringern.

Lothar Ewald von der IG Metall Bezirksleitung für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt stellte auf einer Protestveranstaltung vor rund 300 Betriebsräten und Beschäftigten klar, dass der Erhalt der Flächentarifverträge nicht nur den Beschäftigten, sondern auch den Arbeitgebern zu Gute komme. Lothar Ewald sagte: „Die Abkehr vom Flächentarifvertrag schadet auch den Arbeitgebern. Ohne Tarifverträge würde der brutale Wettbewerb noch an Schärfe zunehmen und zu Lasten der Beschäftigten ausgetragen. Arbeitzeiten ohne Lohnausgleich und der Verzicht auf tarifliche Entgeltbestandteile schaffen keinen einzigen Auftrag in den Betrieben und erst recht keinen Arbeitsplatz. Der Verzicht auf Tarifverträge setzt eine Abwärtsspirale bei den Arbeitsbedingungen in Gang.“ Die Erfahrung zeige, so Lothar Ewald weiter, dass sich Tarifverträge und Tarifautonomie bewährt haben. Gewerkschaften und Betriebsräte haben in der Vergangenheit durch vielfältige tarifliche Lösungen Beschäftigung gesichert und Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten geholfen. „Die Funktion von Tarifverträgen steht durch das Verhalten der Arbeitgeber auf dem Spiel“, betonte Lothar Ewald.

Das Metall verarbeitende Handwerk beschäftigt rund 20.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Niedersachsen und umfasst die Handwerksbereiche Schlosser, Schmiede, Kälteanlagenbauer und Landmaschinenmechaniker.

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