IG Metall und Betriebsräte verteidigen Löhne und Arbeitszeit in der Landtechnikbranche

Landtechnik konkurrenzfähig durch Innovation

(PresseBox) (Hannover, ) IG Metall und Betriebesräte in Betrieben der Landtechnikbranche haben in den vergangenen Monaten Angriffe von Arbeitgebern auf tarifliche Ansprüche abgewehrt. Betriebsräte und Gewerkschaft setzen dagegen auf mehr Innovationen und Qualifizierung als Strategie zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und zur nachhaltigen Sicherung von Arbeitsplätzen, erklärten IG Metall und Betriebsräte am Rande der Landmaschinenmesse Agritechnica in Hannover. Dazu wollen auch die Arbeitnehmervertreter weiterhin beitragen.

Das in diesem Jahr gestiegene Produktionsvolumen, für das Gesamtjahr rechnen Branchenverbände mit einem Wachstum von insgesamt 5 Prozent und die wachsende Bedeutung des Exports geben den IG Metall und Betriebsräten recht.

Wolfgang Rhode, vom Vorstand der IG Metall sagte: „Volle Auftragsbücher erreichen die Firmen nicht durch einseitigen Verzicht der Belegschaften, sondern durch die Entwicklung innovativer Produkte. Diesen Qualitätsvorsprung gilt es zu sichern und auszubauen. Dazu brauchen die Unternehmen hoch qualifizierte Belegschaften. Und die sind nicht zu Niedriglöhnen zu haben.“

Hartmut Meine, Bezirksleiter der IG Metall für Neidersachsen und Sachsen-Anhalt: „In vielen Betrieben werden Betriebsräte und Beschäftigte massiv unter Druck gesetzt, von geltenden Tarifverträgen abzuweichen. Umso wichtiger ist es, dass sich IG Metall, Betriebsräte und Belegschaften gegenseitig stärken und um Tarife kämpfen. In der Landtechnik ist dies bisher hervorragend gelungen. Wir wollen den Ansatz ‚Innovation statt Tarifdumping’ auch in der kommenden Tarifrunde einbringen.“

Detlef Wetzel, Bezirkleiter der IG Metall in Nordrhein-Westfalen: „Unserer Kolleginnen und Kollegen wissen: Billigere Arbeit ist immer zu unterbieten. Nur die besseren Betriebe werden Arbeitsplätze schaffen und erhalten. Dafür lohnt es Konflikte auszutragen.“

Vor Kurzem noch hatten Arbeitgeber der Branche noch vielfach unbezahlte Mehrarbeit oder die Verlängerung der Arbeitszeit gefordert und dies mit angeblich mangelhafter Wettbewerbsfähigkeit begründet. Die im IG Metall-Netzwerk Landtechnik zusammen geschlossenen Betriebsräten haben dagegen Innovationen bei Produkten und Produktionsprozessen gefordert und durchgesetzt. Die Unternehmen sollen es besser machen statt billiger Arbeit zu lassen, heißt es in der „Münsteraner Erklärung“ auf die sich alle Betriebsräte im Herbst 2004 verständigt hatten. „Nur wenn die Qualität stimmt, können die Unternehmen der Branche im Wettbewerb bestehen. Gerade jetzt, wo es mit Branche wieder aufwärts geht, sind Innovationen wichtig. Daran sollten Arbeitnehmer und Arbeitgeber gemeinsam arbeiten. Die Billigtour bringt nur Verlierer hervor“, bekräftigen die Betriebsräte in ihrem anlässlich der Agritechnica herausgegebenen Flugblatt für Beschäftigte und Messebesucher. Die Tatsache, dass Investitionen getätigt werden, zeige so die IG Metall, dass die Wettbewerbsfähigkeit der meisten Landtechnikunternehmen besser denn je sei.

In Deutschland beschäftigt die rund 200 Unternehmen der Landtechnik-Branche über 25.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.