IG Metall: Erfolg im Tarifstreit bei Nexans

Unternehmen erklärt CGM-Tarifvertrag für unanwendbar

(PresseBox) (Hannover, ) Im Konflikt um die rechtswidrige Anwendung eines „Billig-Tarifvertrages“ für die rund 1.800 Beschäftigten beim Kabelhersteller Nexans hat das Unternehmen eingelenkt. Im Verlauf der gestrigen Aufsichtsratssitzung erklärte das Unternehmen gegenüber den Arbeitnehmervertretern den mit der so genannten Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) abgeschlossenen Tarifvertrag für unanwendbar. Mit dem neuen Tarifvertrag wollte das Unternehmen einseitig die Entgelte der Beschäftigten in einem ersten Schritt um rund 17 Prozent kürzen.

Die IG Metall bewertete den Rückzug des Unternehmens als Erfolg, der durch den Widerstand und die Proteste der Beschäftigten möglich geworden ist.

Die IG Metall erwartet nun vom Unternehmen eine geforderte, jedoch noch ausstehende schriftliche Erklärung und die Rücknahme bereits begonnener Maßnahmen zur Umsetzung des CGM-Tarifvertrages. Bis zur endgültigen Klärung bleibt u.a. in Hannover die Ende der vergangenen Woche eingerichtete Mahnwache vor dem Werkstor bestehen.

Am gestrigen Montag hatten rund 1.000 Beschäftigte des Kabelherstellers in Hannover gegen den Rechtsbruch der Geschäftsleitung protestiert. In einem Ultimatum forderte die IG Metall das Unternehmen auf, die uneingeschränkte Geltung der IG Metall-Tarifverträge anzuerkennen und die Anwendung des CGM-Tarifvertrages zu unterlassen.

Der französische Kabelhersteller Nexans hatte hinter dem Rücken der IG Metall, des Betriebsrats und der Belegschaft am 19. September einen rechtlich ungültigen Tarifvertrag mit der so genannten Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) abgeschlossen, der ab November Lohneinbußen von 16,67 Prozent für die rund 1800 Beschäftigten bei Nexans vorsieht. Später sollten mit einem neuen Entgeltsystem Kürzungen von bis zu 44 Prozent des bisherigen Einkommens möglich sein. Die so genannte CGM verfügt nach Erkenntnissen der IG Metall über kein einziges Mitglied in den vier Werken.



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