Beginn der Aktionen bei Nexans/Ganztägige

Betriebsversammlung am Donnerstag/Ultimatum bis 7. November

(PresseBox) (Hannover, ) Beim Kabelhersteller Nexans formiert sich der Widerstand gegen die Sparpläne des Unternehmens. Für den morgigen Donnerstag hat der Betriebsrat alle 380 Beschäftigten zu einer zusätzlichen Betriebsversammlung einberufen, die um 10.30 Uhr beginnen wird, ab 15 Uhr voraussichtlich unterbrochen und nach der Aufsichtsratssitzung am 7. November am darauf folgenden 8. November fortgesetzt werden soll. „Die Stimmung über diesen rechtwidrigen Lohnklau ist geladen“, sagte der hannoversche Betriebsratsvorsitzende Rolf Homeyer, der weitere Aktionen ankündigte. „Wir werden uns mit allen rechtlichen Mitteln und durch eine Vielzahl von Protestaktionen dagegen wehren.“

Obwohl es mit der IG Metall einen gültigen Tarifvertrag gibt, habe die Geschäftsleitung mit der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) einen neuen Tarifvertrag abgeschlossen, der genau 16,67 Prozent unter den Metall-Tarifen liegt und mit dem Nexans zehn Millionen Euro in den vier Werken Hannover, Vacha, Nürnberg und Mönchengladbach einsparen will. Doch nach dem Willen der Geschäftsführung soll es bei diesen Kürzungen nicht bleiben. „Nexans hat angekündigt, an allen vier Standorten ein neues Entgeltsystem einführen zu wollen,“ sagte Rolf Gehring, der hannoversche Betriebsbetreuer der IG Metall, „danach soll es künftig nur noch vier Entgeltgruppen für alle geben, die 48-Stunden-Woche soll ebenso möglich sein wie regelmäßige Samstagsarbeit. Dieses Vorhaben zielt auf eine Entmündigung der Beschäftigten ab.“

So würden die Arbeitnehmer bei der Umsetzung des von Nexans gewünschten neuen Entgeltsystems „zwischen 5 und 44 Prozent an Einkommen verlieren“, rechnete Betriebsratsvorsitzender Rolf Homeyer vor, der darauf hinwies, dass die Einkommenskürzung von 16,67 Prozent bei den Angestellten bereits ab Mitte November wirksam würde, bei den Arbeitern mit der Auszahlung der Löhne in der ersten Dezemberwoche. „Damit werden viele Familien in existentielle Not getrieben. Die Weihnachtsgeschenke würden dieses Jahr auf jeden Fall flach fallen.“

„Nexans wird mit seinem Tarifbruch nicht durchkommen“, kündigte Martina Manthey von der IG Metall an, die zuständige Tarifsekretärin in der Bezirksleitung Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in Hannover. „Nexans hat mit der IG Metall gültige Tarifverträge abgeschlossen. Und diese Tarifveträge gelten weiter wie bisher. Die Geschäftsleitung ignoriert diese Tatsache und bricht damit geltendes Recht. Dieses Verhalten wird nicht folgenlos bleiben.“

So hat die IG Metall Nexans ein Ultimatum bis 7. November 2005 gesetzt: Wenn das Unternehmen bis dahin nicht auf die Anwendung des CGM-Haustarifvertrages verzichtet, wird die IG Metall massive Gegenwehr organisieren.

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